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Es war einmal Norwegen?

Samstag, 23. Juli 2011 17:36

Christoph Bertram schreibt heute auf Zeit-Online unter der Überschrift “Es war einmal Norwegen”:

“Noch kann niemand hier wirklich glauben, was er sieht und hört. Und wenn das kleine Land mit seinen fünf Millionen Menschen irgendwann aus dem Schock erwacht, wird das Trauma dieser Tage auf alle Zeit auf ihm lasten.
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Es wird ein anderes, sich seiner Fragilität bewußteres Norwegen sein.

[...]

Und dennoch: Das Land ist nach der Katastrophe vom 22.Juli 2011 nicht mehr wie es vorher war. Der Schatten einer verwundbaren Welt wird es nicht mehr verlassen.”

Wie auf Zuruf: ein Beispiel1 für genau diese Art von unreflektierter (und floskelhafter) Idenitätskonstruktion, die ich gestern kritisiert habe.

  1. Vermutlich nicht das einzige

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“Wird jetzt in Norwegen alles anders?”

Freitag, 22. Juli 2011 22:31

Kurzer Zwischenruf zu den Ereignissen in Oslo.

Habe eben sowohl bei N24 als auch einige Zeit vorher bei Al-Jazeera English gehört, wie Augenzeugen vor Ort zugeschaltet wurden. Das ist natürlich völlig legitim. Auf beiden Sendern – und ich würde tippen, dass es auf anderen Sendern weltweit ähnlich gehandhabt wurde – wurde den Augenzeugen irgendwann sinngemäß die Frage gestellt: Und, wie geht es jetzt weiter mit Norwegen, wie geht es weiter mit Oslo?

Einmal davon abgesehen, dass die Frage ohnehin wenig fruchtbar ist, denn woher soll das irgendjemand wissen? Also davon einmal abgesehen, stört mich noch etwas: Die Antworten gingen in beiden Fällen in die Richtung, es sei schrecklich, ein fürchterlicher Tag für Norwegen, klar müsse man versuchen, normal weiterzuleben, aber das werde Norwegen schon verändern.
Und auch verschiedene Analysten sprachen davon, Norwegen habe seine Unschuld verloren (was für eine schräge Metapher) und nun werde alles anders.

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Ein lauter Schrei nach? – Einfach nur ein lauter Schrei

Dienstag, 19. Juli 2011 23:24

Michael Stepper hat bei Philibuster den offenen Brief von Daniel Stahl an die Verleger kommentiert – in Form eines offenen Briefs an die lieben jungen Journalisten. Ich bin vermutlich einer der Angesprochenen, denn ich habe den offenen Brief neulich unterzeichnet. Obwohl ich manches anders formuliert hätte, übrigens.
Mittlerweile habe ich Steppers Brief dreimal gelesen und bin unverändert überzeugt, dass er sich in zwei Fehlschlüssen verheddert und damit am Ende nichts sagt, zumindest nichts mit Substanz. Eigentlich hatte ich keine Lust auf so ein Replikduell, weil es erfahrungsgemäß ziemlich anstrengend werden kann. Aber der Text wird so fleißig verbreitet1, dass ich nicht anders konnte. Wenn offenbar alle gut finden, was dort steht, muss ja irgendwer den Kritiker mimen.

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  1. unter anderem von Thomas Knüwer, Bildblog, Mario Sixtus und von Online-Journalismus.de verlinkt, vom DJV Mecklenburg-Vorpormmern für „lesenswert“ befunden, gefällt Jens Weinreich wie 125 anderen bei Facebook

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In eigener zukünftiger Sache: Offener Brief an Verleger

Dienstag, 5. Juli 2011 19:44

Zur Zeit befinden sich Journalistengewerkschaften und Presseverleger im Tarifstreit. Manch einer wird mitbekommen haben, dass gestreikt wurde, dass die Zeitung hin und wieder etwas dünner war als normal.

Im Streit um die Löhne von Journalisten liegen Angebote der Verlage auf dem Tisch, die sich in einer außergewöhnlichen Größenordnung bewegen: Sie wollen den Lohn nicht nur nicht erhöhen, sondern im Gegenteil massiv kürzen. Nach dem Vorschlag der Verleger würden Neueinsteiger bis zum Ende ihrer Laufbahn etwa 25% weniger verdienen als bereits arbeitende Journalisten. Zur Einordnung: Bisher verdient ein Journalist in seinen ersten beiden Jahren als Volontär bei einer Tageszeitung laut Tarif “zwischen 1.521 und 1.955 Euro“.

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Linkpfanne (5)

Donnerstag, 23. Juni 2011 15:42

Vier Lesebefehle, die mit Griechenland zu tun haben:

Stephan Kaufmann liefert in der Berliner Zeitung in zwei Artikeln die wichtigsten Fakten zu Griechenland, den Ursachen der Krise und den Hilfen.

Ein schöner Satz daraus: “Ob es dann “pleite” ist, hängt von der Bereitschaft der anderen Euro-Staaten ab, ihm mit Krediten auszuhelfen. Zwischen Staaten ist “Pleite” also ein politischer Beschluss.”

Siehe dazu auch Frank Lübberding bei weissgarnix: Die Zukunft des Euro entscheidet sich nicht in Athen

Und weil gestern die Bild-Redakteure Nicolaus Blome und Paul Ronzheimer (derjenige, der den “Pleitegriechen” die Drachme zurück” gab) für ihre Berichterstattung über die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone den Herbert-Quandt-Medienpreis erhalten haben, sei noch ein Text von Lukas Heinser bei coffeeandtv empfohlen: Jugend hetzt.
Er rekonstruiert den Werdegang des erst 25 Jahre alten Ronzheimers und fragt sich ratlos, warum Ronzheimer schreibt, was er schreibt: “In der Person Ronzheimers, der zu diesem Zeitpunkt schon einige Drecksarbeit für die Volksverhetzungs-Taskforce von “Bild” erledigt hatte, überschritt die Zeitung an jenem Tag endgültig die Grenze zwischen Berichterstatter und Akteur. Es war ein “wir” (“Bild”, Deutschland, die Guten) gegen ein “die” (die Pleite-Griechen) geworden (…)”

Ich teile Heinsers Ratlosigkeit.

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“Nie wieder Malaria” – Tagesschau.de über Homöopathen in Afrika

Donnerstag, 2. Juni 2011 15:16

Keine chemischen Keulen, ein ganzheitlicher Ansatz, sehr gute Arbeit, und ein Mann, der von Malaria geheilt wird: Ein Artikel auf tagesschau.de erzählt von der Arbeit der Homöopathen ohne Grenzen in Sierra Leone. Vergeblich sucht man nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema.

[... Den Artikel lesen ...]

Thema: Journalismus, Medienkritik, Standpunkt | Kommentare (73) | Autor:

Jakubetz’ Journalismusbuch

Montag, 20. September 2010 12:50

Ich brauche nämlich, siehe oben, Ihre Mithilfe. Sei es mit Ideen, mit Anregungen, mit Unterstützung via Flattr oder Paypal. Mit Verlinkungen auf Ihren Blogs und Webseiten.

Mit Freuden erledigt.

Christian Jakubetz, Autor der oben zitierten Zeilen, Journalist und Journalimuslehrer, Jakblogger, Bildblogger und Buchautor, möchte ein weiteres Buch schreiben; eine Art Lehrbuch für angehende (oder etablierte) Journalisten, weil er findet, man solle diese Aufgaben nicht den “alten Männern” überlassen.

Dafür bittet er um Spenden, Ideen, Mitarbeit und Verbreitung der Idee, damit er mehr Spenden, Ideen und Mitarbeiter findet.

Bitte seinen Artikel dazu lesen. Bitte ihn unterstützen. Ich bin gespannt und drücke die Daumen, dass es klappt. (Und zumindest die ersten Reaktionen sind offenkundig viel versprechend).

Thema: In eigener Sache | Kommentare (0) | Autor:

Jakubetz' Journalismusbuch

Montag, 20. September 2010 12:50

Ich brauche nämlich, siehe oben, Ihre Mithilfe. Sei es mit Ideen, mit Anregungen, mit Unterstützung via Flattr oder Paypal. Mit Verlinkungen auf Ihren Blogs und Webseiten.

Mit Freuden erledigt.

Christian Jakubetz, Autor der oben zitierten Zeilen, Journalist und Journalimuslehrer, Jakblogger, Bildblogger und Buchautor, möchte ein weiteres Buch schreiben; eine Art Lehrbuch für angehende (oder etablierte) Journalisten, weil er findet, man solle diese Aufgaben nicht den “alten Männern” überlassen.

Dafür bittet er um Spenden, Ideen, Mitarbeit und Verbreitung der Idee, damit er mehr Spenden, Ideen und Mitarbeiter findet.

Bitte seinen Artikel dazu lesen. Bitte ihn unterstützen. Ich bin gespannt und drücke die Daumen, dass es klappt. (Und zumindest die ersten Reaktionen sind offenkundig viel versprechend).

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Sarrazins 18 Prozent: Und, was können Sie sich so vorstellen?

Montag, 6. September 2010 17:00

Der Bildblog hat sich verdienstvollerweise schon um die Umfrage gekümmert, der zufolge sich 18 Prozent der Deutschen vorstellen könnten, eine Partei mit Thilo Sarrazin zu wählen. Ich möchte dazu noch einige Worte mehr verlieren.

Um es kurz zu sagen: Die Fragebögen – und damit die Ergebnisse – sind das Papier nicht wert, auf dem sie möglicherweise gedruckt wurden. Möglicherweise, schreibe ich, und hier beginnen bereits die Probleme.
Denn weder auf der Emnid-Seite noch auf Bild.de finde ich detaillierte Angaben zur Ausarbeitung der Studie. Es fehlen sämtliche Hintergrundinformationen, es fehlt alles, das Ergebnisse einer Studie eigentlich überprüfbar macht, das erlaubt, eine Studie einzuschätzen. Ich kann zum Beispiel nicht wissen, ob die Befragung telefonisch durchgeführt wurde oder schriftlich oder vis–à–vis. Das mag noch zu verschmerzen sein, weitaus problematischer ist, dass unklar bleibt, wie viele Personen befragt wurden und wie sie ausgewählt wurden. Wer auch nur ein wenig Ahnung davon hat, wie eine Befragung bewertet werden kann, wird an dieser Stelle schon extrem vorsichtig. Zum Beispiel macht es einen extrem großen Unterschied, ob die Probanden zufällig oder eben nicht zufällig ausgewählt wurden. Auch die Größe der Stichprobe ist relevant – zumindest, wenn es sich um eine Zufallsauswahl handelt. Aber eben: Nichts.

Gut. Oder eben: Nicht gut. Aber glücklicherweise findet sich auf Bild.de eine Klickstrecke, die die Fragen und Ergebnisse detailliert auflistet. 1 Ein Blick auf die Fragen lohnt sich definitiv.

Und, was können Sie sich so vorstellen?

Zunächst die zentrale Frage: “Könnten Sie sich vorstellen, eine neue Partei zu wählen, wenn Thilo Sarrazin Vorsitzender dieser Partei wäre?”
Dazu hat, wie erwähnt, Stefan Sichermann im Bildblog schon einiges geschrieben. Trotzdem noch einmal: Der Witz an dieser Frage ist ihre Unbestimmtheit. Könnten Sie sich vorstellen, wird da gefragt, und vorstellen kann man sich zunächst einmal vieles. Die Beispiele Linkspartei und Horst Schlämmer sind im Bildblog ja aufgeführt und illustrieren das Problem ganz anschaulich. Also, wenn man die Frage aufschlüsselt, steht da:

1) Es gibt eine hypothetische neue Partei.
2) Deren Vorsitzender ist Thilo Sarrazin.
3) Es gibt keine Angabe zum Zeitpunkt.
4) Es gibt keine Angabe zu den Inhalten, die diese Partei vertritt. Noch nicht einmal eine Einordnung ins Parteiensystem nach dem klassischen Rechts-Links-Schema.
5) Es gibt keine Angabe zur Art der Wahl. (Kommunalwahl? Landtagswahl? Bundestagswahl? Europawahl?).

Punkt 4) ist dabei der wichtigste. In der Frage steht nicht, dass diese Partei eine rechte, rechts-populistische oder rechts-extreme, jedenfalls eine rechts der Union wäre. Ich für meinen Teil könnte mir zum Beispiel schon eine Konstellation vorstellen, in der ich eine neue Partei, deren Vorsitzender Thilo Sarrazin ist, wählen würde. Es fällt mir schwer, aber ich könnte. Wie ich mir so vieles möglicherweise vorstellen könnte.
Zum Beispiel, wenn diese Partei Positioonen verträte, die ich selbst teile und die ich so in keiner anderen Partei repräsentiert sehe. Eine solche Partei könnte keinesfalls die Inhalte vertreten, die Sarrazin in der, nennen wir sie: Integrationsdebatte vertritt – aber in der Frage steht mit keinem Wort, dass sie das tut. Der Vorsitzende Sarrazin müsste sich vermutlich auch persönlich ändern, damit die Partei für mich wählbar wäre – das glaube ich nicht, aber thereotisch vorstellen kann ich es mir.
Doch selbst wenn Sarrazin weiter ein Rassist mit kruden Thesen bliebe, könnte ich mir möglicherweise eine Konstellation vorstellen – vielleicht auf kommunaler Ebene -, in der ich seine Partei doch wählte, solange er der einzige Rassist mit kruden Thesen in der Partei wäre (und möglicherweise schon massiv an seinem Stuhl gesägt würde).
Was ich mit alldem sagen möchte: Die Frage ist höllisch unpräzise formuliert. Hätte ich sie beantworten müssen, ich hätte wohl eigentlich antworten müssen “Ja, zumindest theoretisch könnte ich mir das in bestimmten Konstellationen vorstellen”; trotzdem hätte ich wohl “Nein” angekreuzt, weil ich zu glauben weiß, wie die Antwort interpretiert wird. Wenn eine Frage derart unpräzise formuliert ist2, kann man das Ergebniss in die Tonne treten. Es ist nicht belastbar, weil das Antwortverhalten der Befragten nicht einschätzbar ist.

Dazu kommt noch, dass ich bei dieser Frage ja theoretisch unendlich viele Stimmen habe. Jeder der Befragten könnte etwa auf die Frage “Könnten Sie sich vorstellen CDU/SPD/GRÜNE/FDP/LINKE/Eine-neue-Sarrazin-Partei zu wählen” sechsmal Ja antworten. Die Aussage: Sarrazin würde bei einer Wahl wohl 100% bekommen, kann man daraus trotzdem nicht ableiten. Wollte man eine halbwegs verlässliche Aussage in diese Richtung treffen, müsste man vielleicht eine Art Sonntags-Frage stellen und zusätzlich zu den etablierten Parteien eine neue – inhaltlich definierte – Sarrazin-Partei aufführen.
Aus der schon extrem unpräzisen Aussage “18 Prozent könnten sich vorstellen, eine Partei mit Sarrazin an der Spitze zu wählen” die Aussage “18 Prozent würden Sarrazin ihre Stimme geben” zu machen, ist nicht einmal mehr nur unzulässig verkürzt.

Wie sähe die Zukunft im Vergleich zu einer anderen Zukunft aus, wenn die Vergangenheit anders ausgesehen hätte?

Aber es geht ja noch weiter, der Bogen beinhaltet noch mehr Fragen, von denen es mir zwei andere besonders angetan haben.
Diese hier ist zum Beispiel hübsch: “Glauben Sie, es wäre für die Zukunft Deutschlands besser, wenn diese [= die bisherige. Anm. bwg] Zuwanderung rückgängig gemacht werden könnte?”
Ob ich glaube, dass eine andere Zukunft als die wirkliche – die ich ja auch nicht kennen kann, immerhin ist es die Zukunft – besser wäre, wenn ich die Vergangenheit ändern könnte, was ich nicht kann – auch wenn ich nicht weiß, wie die Vergangenheit ansonsten ausgesehen hätte. Ich muss als Befragter, bevor ich antworte, also erst einmal die Vergangenheit einschätzen, dann die Zukunft, dann die geänderte Vergangenheit und die geänderte Zukunft, sage aber niemanden, wovon ich ausgehe: Und dann möchte aus meiner Antwort jemand irgendetwas ableiten? Auch wenn ich mir legitimerweise als Alternativ-Vergangenheit eine ausmalen kann, in der es keine Einwanderung gab, aber eine höhere Geburtenrate, oder eine mit wenig Einwanderung, aber niedriger Geburtenrate, oder eine, in der die Wiedervereinigung nie stattgefunden hat?
Wer meint, aus solchen Antworten etwas ablesen zu können, sollte sich einmal als Astrologe versuchen. Er könnte Talent haben.

Ist mangelnde Präzision ein Problem?

Und noch eine schöne Frage: “Thilo Sarrazin fordert, bei mangelndem Integrationswillen von Einwanderern Sozialleistungen zu kürzen. Stimmen Sie dem zu?”
Ein Grundprinzip bei der Fragebogenkonstruktion ist es, den Befragten nicht zu lenken. Suggestivfragen oder stark wertbesetze Begriffe sind zu vermeiden. Eine andere Grundregel besagt, man solle hinreichend präzise Begriffe verwenden. Integration ist aber kein präziser Begriff. Der eine stellt sich darunter vor, dass Einwanderer Deutsch lernen; der andere versteht unter Integration, dass Einwanderer ihr Muslim-Sein aufgeben (falls sie Msulime sind); der Dritte versteht unter Integration nur, dass das Grundgesetz oder Strafgesetze anerkannt werden. Es kann sich also jeder heraussuchen, welchen Integrationsbegriff er anlegt, wenn er die Frage beantwortet. Wie sollen da vergleichbare, aggregierbare Ergebnisse zustande kommen?
Außerdem ist Integration, würde ich zumindest behaupten, ein hochgradig positiv besetzer Begriff. Egal ob rechts oder links, dass sich Ausländer irgendwie integrieren sollen, da ist man sich einig. Integration – ja, gelungene Integration – ist ein anerkanntes Ziel von Einwanderungspolitik. Und zwar auch, weil der Begriff so unscharf ist: Für die einen meint er völlig Anpassung an eine nebulöse Leitkultur, für die anderen nur Bereitschaft zum harmonischen Miteinander, bei allen kulturellen Unterschieden.
Und dann noch: Mangelnd. Mangelnde Integration. Alleine das Wort mangeln drückt ja schon aus, dass der Zustand unerwünscht ist. Mangelernährung, eine Mangelhaft in der Deutsch-Arbeit, das möchten wir nicht. Es mangelt in der Frage also, leider, an etwas, das doch für alle wünschenswert ist.
Und, finden Sie das jetzt schlecht? Wirklich? Erstaunlich. 3

Sarrazin würde von Menschen gewählt!

Zusammengefasst sagt der Artikel hier, was schon am Anfang stand: Die Umfrage, die Emnid für die Bild am Sonntag durchgführt hat, taugt nichts. Sie ist nichts wert. Man kann ihre Ergebnisse getrost ignorieren. Nun ist das an sich noch nicht verwerflich.
Ich vermute, dass bei Emnid durchaus fähige Meinungsforscher arbeiten, die wissen, dass ihre Umfrage handwerklich schlecht ist. Ich vermute aber auch, dass die BAMS bei solchen Auftragsstudien nicht viel Wert auf eine methodisch saubere Arbeit legt, sondern für möglichst wenig Geld Ergebnisse möchte, die sich publizistisch irgendwie verwerten lassen. Emnid liefert und solange die Informationen zur Studie unter Verschluss bleiben, ist das für alle Seiten in Ordnung. Solange, ja solange nicht andere Medien die verkürzten und unzulässig uminterpretierten Ergebnisse einer handwerklich völlig untauglichen Studien verbreiten.

RP-Online: Angst vor der Sarrazin-Partei.
“Nach einer in der Zeitung “Bild am Sonntag” veröffentlichten Emnid-Umfrage würden 18 Prozent einer von Thilo Sarrazin angeführten Partei ihre Stimme geben.”

Die Welt: “Sarrazin-Partei” wäre ein Erfolg.
“Fast jeder fünfte Deutsche würde Thilo Sarrazin wählen. Sollte er eine eigene Partei gründen, könnte er mit großem Zuspruch rechnen. Für 18 Prozent der Bürger ist es nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der “Bild am Sonntag” vorstellbar, eine “Sarrazin-Partei” zu wählen.”

Frankfurter Rundschau: Zulauf für die Sarrazin-Partei
“Eins hat Thilo Sarrazin geschafft: Laut einer Emnid-Umfrage würden 18 Prozent der Deutschen eine von ihm geführte Partei wählen.”

Kleine Zeitung: Deutschland streitet über Integrationspolitik.
“Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Gabriel versuchen, eine Debatte über Migration zu versachlichen. 18 Prozent würden eine Partei von Sarrazin wählen.”

Stern: Bestwerte für Sarrazin: Fast jeder Fünfte würde Thilo wählen
“Noch will Sarrazin keine Partei gründen, aber er könnte. Eine Umfrage sieht ihn bei 18 Prozent.”
Immerhin schreibt der Autor richtigerweise: “Ob Sarrazin bei einer kommenden Wahl tatsächlich 18 Prozent der Stimmen erhalten würde, sagt die Umfrage nicht.” Vielleicht gehen Überschrift und Lead ja nicht auf das Konto des Autors.

Spiegel-Online: Umfrage sieht großes Potential für Protestpartei.
“Der Unmut vieler Bürger über die etablierten Parteien wächst – und das Potential für eine bürgerliche Protestpartei in Deutschland ist zurzeit enorm: Wie eine repräsentative Emnid-Umfrage für “Bild am Sonntag” ergab, würden 18 Prozent aller Deutschen eine neue Partei wählen – wenn ihr Chef der Migrationskritiker Thilo Sarrazin wäre. Damit stellt sich fast jeder fünfte Deutsche eindeutig hinter dessen umstrittene Thesen.”

Zeit-Online und Tagesspiegel: Die Nicht-Partei der Grummeldeutschen
“Siebzehn Prozent würden ihn also wählen, genauer gesagt eine Partei, die von Thilo Sarrazin geführt würde. Das hat das Demoskopie-Institut Emnid im Auftrag der Bild am Sonntag herausgefunden.”

Herrje. Und das sind nicht alle – selbst wenn man die automatisiert übernommenen Agenturmeldungen gar nicht betrachtet4

Dass über so viele Studien ungeprüft und ohne Blick in die Umsetzung berichtet wird, halte ich für eines der größten Ärgernisse im Journalismus. Nicht nur hier. Aber auch hier.

  1. Zumindest nehme ich an, dass in der Klickstrecke auch die wirklichen Fragen zu finden sind. Sollte Bild.de da selber herumformuliert haben, gehen meine Ausführungen natürlich am Thema vorbei, sind aber allgemein und losgelöst vom konkreten Fall immer noch gültig.
  2. - einmal abgesehen davon, dass hypothetische Fragen ohnehin vermieden werden sollten –
  3. Kleine inhaltliche Randbemerkung. Man erkläre mir mal, wo diese ganzen Einwanderer herkommen sollen, die Sozialleistungen beziehen. Und ich meine wirkliche Einwanderer. Also ausländische Staatsbürger, nicht in Deutschland geboren, ohne deutsche Staatsbügerschaft. Deutsche mit etwa türkischen Wurzeln sind nämlich auch Deutsche. Und Deutsche, die zum Islam konvertieren oder muslimisch erzogen werden, sind auch Deutsche. Sollen die sich integrieren? Wie denn jetzt genau? Die Ausländer, die es sich im deutschen Sozialstaat bequem machen, mag es, das kann ich nicht beurteilen, früher einmal gegeben haben; heute halte ich sie für eine Schimäre. Ein Blick in das seit 2005 gültige Aufenthaltsgesetz zeigt nämlich, dass Bedingung für einen längerfristigen – oder gar unbefristeten – Aufenthaltstitel ist, dass eine Person ihren Lebenshalt selbst finanzieren kann. Davon ausgenommen sind selbstverständlich politische Flüchtlinge.
  4. Die taz machts ganz unautomatisiert.

Thema: Innenpolitik, Journalismus, Medienkritik | Kommentare (9) | Autor:

Schreiben auf Transparenzpapier

Sonntag, 18. Juli 2010 14:26

Michalis Pantelouris (print-würgt.de) wagt etwas Neues. Der freie Journalist und Blogger wird sich nach Athen begeben und dort versuchen, eine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte von einer jungen Frau, die vergangenes Jahr unter ungeklärten Umständen gestorben ist. Er wird dabei jeden Schritt seiner Recherchen dokumentieren; jedes Gespräch, jeden Kontaktversuch per Telefon, jede Aktenstudie. Pantelouris hat in seinem Blog ausführlich geschildert, wie es zu diesem Projekt kam, wie es genau aussieht und warum er glaubt, dass der (Online-)Journalismus mehr Transparenz braucht.

Stefan Niggemeier, bei dem ich davon erfahren habe, kommentiert das Projekt und spricht wichtige Fragen an: Ist es vertretbar, vom Tod einer Frau so detailliert zu berichten? Die Eltern zu besuchen, zum Tatort zu reisen, mit Bekannten zu sprechen, die Akten zu studieren, die Umstände zu schildern – und das alles in einem „live-blog“ auf neon.de? Wird hier nicht menschliches Leid zu einer Inszenierung, mit der vor allem Voyeurismus befriedigt wird?

Ich weiß es nicht. Wohl ist mir dabei auch nicht.

Aber das Unwohlsein liegt am Thema. Grundsätzlich finde ich das Projekt toll. Deshalb: Bitte alle die Texte von Pantelouris und Niggemeier lesen und ein eigenes Urteil bilden.

Im Übrigen erinnert mich das Projekt an einen Text, den ich vor fast drei Monaten geschrieben, aber nicht veröffentlicht habe; der Text blieb im Ordner, weil ich das darin angesprochene „Warum ich argumentiere, wie ich argumentiere“ noch nicht fertig hatte. (Und auch noch nicht habe: Aber es ist schon begonnen und hiermit erhöhe ich offiziell den Druck auf mich selbst, es endlich einmal zu Ende zu schreiben).

Ich nutze hiermit die Gelegenheit, den Text endlich online zu stellen. Zeit wird es. Weil ich finde, dass Pantelouris Recht hat, wenn er mehr Transparenz fordert. Und weil es im Internet so einfach ist, diese Forderung zu erfüllen.

Text vom 28.04.10:
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„Internetpublizistik ist vom Prinzip her lustgetrieben: Wer Spaß hat, über ein Thema zu schreiben, tut das, wenn er keine Lust mehr hat, hört er auf. Und wenn gerade andere Dinge wichtiger sind, sind andere Dinge eben wichtiger.“ Habe ich eben gelesen – und mich ein bisschen schlecht gefühlt. Recht hat sie ja, die Eva-Marie Schnurr: Lustgetrieben das alles. Andererseits hat sie auch Recht, und andere Dinge sind gerade nun mal wichtiger.
Wie dem auch sei: Ich dachte, der lesenswerte Text „Wie der Blauflossenthunfisch“, aus dem obiges Zitat entnommen ist, könnte Anlass sein, den Blog hier zu beleben – und eine Idee umzusetzen, die mir schon länger im Kopf herumschwirrt.

„In den USA gehen Journalismusprojekte inzwischen diesen Weg: Sie legen offen, was eine Recherche kostet. Warum nicht auch Transparenz darüber, wie lange der Journalist recherchiert hat, ob er vor Ort war oder nur telefonieren konnte? Wer die Reise bezahlt hat. Ob ein Profi am Werk war oder ein Hobbyautor.“

Schon länger denke ich mir, dass es möglich sein müsste, die viel beschworene Transparenz im Netz Wirklichkeit werden zu lassen. Denn, mal ehrlich, bis heute ist es damit nicht so wirklich weit her. Ja, Quellen werden verlinkt, sicher. Manche Autoren versehen manche ihrer Beiträge mit einem „Disclosure“, wenn sie etwa über ehemalige oder aktuelle Arbeitgeber schreiben. Alles gut und wichtig. Das alles ändert aber nichts daran, dass ich häufig auf mir bisher unbekannten Blogs lande, mich umschaue – und nichts finde, das mir helfen könnte, den Autor besser einzuschätzen. Der erste Klick geht immer ins Impressum, lieber zu einem „About“. Doch meistens hilft auch das nicht wirklich weiter. Dabei will ich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Rechtsradikaler, Linksradikaler, Kirchengläubiger, Kirchenhasser, Kulturpessimist, Konstruktivist, Kriegsbefürworter oder Pazifist, hü oder hott? Denn wenn ich weiß, wo jemand politisch oder generell weltanschaulich zu verorten ist, kann ich seine Texte besser einordnen.

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass sich die Lage auf beim-wort-genommen nicht anders darstellt: Viel erfährt der Leser schließlich nicht über mich. Bisher steht da auf „Über diese Seite“: „Beim-wort-genommen steht keiner Partei, keinem Unternehmen, keiner Kirche, keinem Verein und keiner wie auch immer gearteten Vereinigung nahe. Der Autor fühlt sich allenfalls der Wahrheit, gutem Journalismus und den universellen Menschenrechten verpflichtet.“
Klingt ja ganz nett 1, aber: Kann dadurch jemand einschätzen, warum ich für X und gegen Y argumentiere, oder warum ich A ablehne und B nicht? Welchen Wahrheitsbegriff habe ich, was verstehe ich unter gutem Journalismus und wie eigentlich begründe ich meine Unterstützung für die Menschenrechte? Mit Gott? Rechtspositivistisch? Gar nicht – es ist halt so?
Auch mein About versucht noch, eine Art Objektivität zu suggerieren. Aber bedeutet die Tatsache, dass ich keiner Partei nahe stehe, etwa auch, dass ich nicht Grundüberzeugungen habe, die mit den Ideen der einen besser zu vereinbaren sind als mit denen der anderen? Die Information, dass beim-wort-genommen kein Parteiblog ist, ist notwendig, aber keineswegs hinreichend.

Irgendwie ist das so kein zufriedenstellender Zustand. Ich möchte, dass ein neuer Leser auf meiner Seite einschätzen kann, wie ich zu meinen Aussagen komme. Ich möchte, dass er dann entscheiden kann, ob er meine Positionen teilt oder ob er meine Haltung ablehnt und mich deshalb nie wieder lesen wird. Ich möchte, dass er die Chance hat, meine Argumentation zu analysieren und gegebenenfalls logische Fehler zu entdecken (und mich dann in den Kommentaren darauf hinzuweisen).

In der Wissenschaft gehört es zum Fundament einer jeden Arbeit, dass Quellen und Prämissen offengelegt werden. Nur so wird Wissenschaft nachvollziehbar und damit sinnvoll kommunizierbar. Im Journalismus der Knappheit, in dem Zeitungsseiten genauso rar waren wie Sendeminuten, konnte man dieses Prinzip nicht sinnvoll umsetzen – obwohl es genauso hilfreich wäre wie in der Wissenschaft.
Und vielleicht können noch nicht einmal Internet-Zeitungen so vorgehen, weil so viele Autoren involviert sind. Aber: Ich kann hier meine Prämissen und Quellen offenlegen. Jeder Blogger kann das tun – und, wenn man mich fragt: Jeder Blogger sollte es.

Deshalb habe ich jetzt eine Seite „Warum ich argumentiere, wie ich argumentiere“ 2 eingerichtet. Darin versuche ich zu erklären, von welchen +Annahmen ich ausgehe, welches Menschenbild ich habe, von welcher Realität ich ausgehe.
Um auch hier transparent zu sein: Vieles davon ist Stückwerk. In vielen Punkten muss ich selbst noch innere Widersprüche auflösen, bevor ich eine klare Haltung formulieren kann. Oft werde ich in Artikeln meine Prämissen weiter spezifizieren müssen. Das Ganze ist ein Versuch, Transparenz herzustellen, nicht mehr. Es erhebt nicht den Anspruch, vollständig kohärent und umfassend zu sein. Und, ganz wichtig: Diese Seite kann immer und jederzeit bearbeitet werden – so wie sich auch Einstellungen mit der Zeit verändern können.

Außerdem werde ich versuchen, zu jedem Beitrag anzugeben, auf welche Quellen ich mich stütze. Ein bisschen wie in einer wissenschaftlichen Arbeit. Im Journalismus ist die Versuchung groß, so zu tun, als sei man völlig informiert. Man schreibt eine Geschichte, suggeriert dem Leser völlige Selbstsicherheit – und hofft danach fingernägelkauend, dass sich kein Fehler eingeschlichen hat und wenn doch, dass es keinem auffallen möge. 3 Und bitte bitte, es möge doch niemand bemerken, dass man hier und da noch tiefer hätte recherchieren können.

Man mag von Jeff Jarvis halten, was man will; im Interview mit der Berliner Zeitung hat er neulich etwas sehr Kluges gesagt: „Die Schlüsselqualifikation für Journalisten wird in Zukunft eher sein, zu sagen, was wir nicht wissen, als was wir wissen. Wir müssen zugeben, dass wir nicht allwissend und allmächtig sind. Hier ist die ganze Geschichte, hieß es früher. Bullshit, es war nie die ganze Geschichte, konnte es gar nicht sein, schließlich entwickelt sich die Geschichte weiter, während die Zeitung gedruckt wird. Muss ich deswegen meinen Artikel hundertmal umschreiben? Nein. Im Blog kann man den Prozess verfolgen, in den Links stecken die Fußnoten und die Quellen.“

Bullshit, es ist nie die ganze Geschichte. Wie Recht er hat. Und zum Thema Fehler führt Jarvis aus: „Als ich ein Reporter war, habe ich mich immer geschämt, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Ich wollte mich verstecken und hoffte, dass niemand es entdeckt und wir keine Korrektur drucken müssen. In der Blogwelt habe ich gelernt, dass seine Fehler zu korrigieren, die eigene Glaubwürdigkeit vergrößert. Man beseitigt den Fehler nicht, man streicht ihn durch und zeigt, dass man es nun besser macht.“
Vielleicht geht es nur mir so, aber ich kenne diese Angst vor dem Fehler; eine Angst, die auch entsteht, weil ein gedruckter Fehler nun mal ein gedruckter Fehler ist. Zunächst einmal nicht mehr veränderbar. Eine Angst, die verstärkt wird durch die Fassade der Fehlerfreiheit. Dabei ist Freiheit vor Fehlern eine Uropie. „Wir machen alle welche! […] Wir sind Menschen. Überraschung!“, sagt Jarvis. Eben. Deshalb: Unter jedem Text wird sich künftig eine Liste mit Quellen finden.

Wenn es keine gibt, weil ich aus dem Kopf geschrieben habe, wird da stehen, dass es keine gibt. Wenn es Internetseiten sind, werde ich darauf verlinken. Wenn es Mails gibt, werde ich sie, so es erlaubt ist, hochladen (und darauf hinweisen, wenn ich es nicht darf). Wenn es – was für den Blog selten vorkommt – Telefonate sind, werde ich es vermerken. 4

Oft genug frage ich mich selber, woher Autor X seine Informationen hat. Klingt überzeugend und informiert – aber verkauft er mir gerade Wikipedia-Halb-Wissen 5 oder hat er stundenlang in der Bibliothek wissenschaftliche Aufsätze gewälzt und mit Experten telefoniert?

Mit einer ordentlichen Auflistung aller Quellen wird eine möglicherweise dünne Recherche nicht weniger dünn und angreifbar als vorher – aber es behauptet dann auch keiner, mehr oder gar alles wissen. Das nimmt Druck vom Autor und ist vor allem fair dem Leser gegenüber.

Über Meinungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge 6 freue ich mich genauso wie über Blogger, die dem Beispiel möglicherweise folgen.

——–

  1. Darf man so eigene (langweilige) Selbstbeschreibungen beschreiben?
  2. Mein Blog heißt beim-wort-genommen.de – ich darf sperrige Titel wählen.
  3. In Zeiten, da Medienblogs Hochkonjunktur haben und Kommentarfunktionen Webstandard sind, ist diese Hoffnung allerdings oft vergebens.
  4. Bei Links, die ich ja normalerweise auch jetzt schon im Text setze, muss ich mir noch überlegen, ob ich eine andere Linkfarbe für Quellenlinks und solche, die für den Leser ergänzend eingebaut wurden, wähle (z.B. Wikipedia-Links, die ich für den konkreten Text nicht genutzt habe). Denn die Links nur am Ende aufzuführen, wäre wohl dem Textverständnis nicht dienlich. Bis auch Weiteres werde ich es wohl mit folgendem Muster versuchen: Gefettete Links sind Recherchequellen, nicht-gefettete sind ergänzend.
  5. Nicht missverstehen: Ich liebe Wikipedia, ich nutze Wikipedia und ich halte Wikipedia für eine meistens sehr verlässliche Quelle, sofern man grundlegende Spielregeln beachtet (Diskussionsseite checken, Versionenseite checken, Quellenlage checken, eventuell Weblinks lesen).
  6. Bitte bitte: Wie kann ich ordentliche Fußnoten erstellen, so wie z.B. bei coffee-and-tv? Hilfe?!

Thema: In eigener Sache, Journalismus | Kommentare (6) | Autor: