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Chaos Computer Club seziert Bundestrojaner: Programm mit illegalen Funktionen

Sonntag, 9. Oktober 2011 1:33

Oha, da liegt ein handfester politischer Skandal in der Luft: Der Chaos Computer Club (CCC) hat Festplatten mit (unzureichend gelöschten) Trojanern in die fachkundigen Hände bekommen und seziert, bei denen es sich nach Aussage des CCC um Bundestrojaner handeln soll. Die Untersuchung ergab unter anderem, dass diese Trojaner mehr konnten, als Bundestrojaner dürfen, zum Beispiel per Keylogger die Tatstatureingaben mitschreiben oder in regelmäßigen Abständen Screenshots anfertigen.

Gespannt, wie es weitergeht. Wie man liest, wird die morgige (heutige) FAS dem Thema einiges an Platz widmen.
Online finden sich bei der FAZ schon mal eine ausführliche Darstellung von CCC-Sprecher Frank Rieger und eine Analyse von Frank Schirrmacher; dazu ein Frage-Antwort-Stück von Kai Biermann bei Zeit-Online.
Den Untersuchungsbericht des CCC, der für den Normalnutzer wenig verständlich sein dürfte, gibt es hier als pdf.

Thema: Schnell verlinkt | Kommentare (1) | Autor:

Gedanken zum Kontrollverlust

Dienstag, 12. Juli 2011 18:34

Der folgende Texte ist drüben bei diesesinternet erschienen und auch dafür entstanden. ich bin selber noch nicht restlos überzeugt von dem, was ich geschrieben habe – aber wenn der Texte ohnehin schon in diesem Internet drin steht, dann kann ich ihn auch hier crossposten. Vielleicht bekomme ich ja kluge Resonanz und bin hinterher klüger. Oder auch nicht.

Die aktuelle Seminar-Aufgabe lautet: Schreib’ etwas über Michael Seemann1, den Kontrollverlust oder Wikileaks.

Ich leite deshalb so unelegant ein, weil ich andernfalls Schwierigkeiten hätte zu erklären, warum ich gerade jetzt über Seemann, den Kontrollverlust oder Wikileaks schreibe. Irgendwie fehlt der aktuelle Aufhänger – also tue, was ich meistens tue, und versuche, Seemanns Kontrollverlust anhand seines carta-Artikels darüber zu analysieren und zu kritisieren. Ein wenig Aktualität erhält das Thema eventuell durch die Gesichts-Tagging-Versuche bei Musikfestivals.

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  1. Der demnächst in Tübingen einen Vortrag hält. An dieser Stelle: ctrl-Verlust und mspr0. Seine Blogs. Lesen.

Thema: Replik | Kommentare (5) | Autor:

NATO-Bericht zu Cyber-Angriffen: Armenien mit Spaten vom Netz getrennt

Mittwoch, 8. Juni 2011 19:01

Die NATO ist immer noch für Überraschungen gut: Im aktuellen Bericht von Lord Jopling über das Internet, die Hacker-Gruppe Anonymous und die Gefahr von Cyber-Angriffen steht – wenig Interessantes.

Ich habe mich durch die insgesamt 70 Absätze gelesen, in denen es um Geheimhaltung im Informationszeitalter geht, um digitalen (H)A(-c)ktivismus, Cyber-Attacken und die Verteidigung gegen Cayber-Attacken.
Vieles ist bekannt, wenn man sich hin und wieder mit dem Netz beschäftigt. Cablegate wird mitsamt der Entstehungsgeschichte beschrieben. Und wer oder was Anonymous ist und sind, wird genauso erklärt wie die Funktionsweise von Bot-Netzwerken und DDoS-Angriffen.

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Thema: Nebenbei bemerkt | Kommentare (1) | Autor:

Vorratsdatenspeicherung schließt keine Schutzlücke – schon gar nicht bei Online-Betrug

Montag, 23. Mai 2011 21:47

März 2011: Hans-Peter Friedrich kommt in Amt und fordert die Vorratsdatenspeicherung.
April 2011: Hans-Peter Friedrich kommt zu dem Schluss, dass der Begriff Vorratsdatenspeicherung negativ besetzt ist. Deswegen spricht er fortan von „Mindestdatenspeicherung“.
Mai 2011: Osama bin Laden wird im pakistanischen Abbottabad von US-Soldaten erschossen. Hans-Peter Friedrich schlussfolgert, ohne Vorratsdatenspeicherung sei Terrorbekämpfung massiv erschwert.

Am vergangenen Freitag veröffentlichte das Bundesinnenministerium (BMI) die polizeiliche Kriminalstatistik für 2010.

Unter anderem erfasst diese Statistik auch diejenige Kriminalität, die mit dem „Tatmittel Internet“ begangenen wurde – was in der Presse unter dem Schlagwort “Internetkriminalität breit rezipiert wurde. Allerdings ist schon bei der Auswahl der relevanten Daten aus der Statistik Vorsicht geboten.

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Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor:

Alexander Alvaro fordert: Zeigt Gesicht, ihr Denunzianten!

Dienstag, 17. Mai 2011 22:53

Alexander Alvaro (FDP) gehört nicht nur zu den bekannteren Abgeordneten des Europäischen Parlaments, er bezieht in Fragen, die Freiheitsrechte auch im Internet betreffen, für gewöhnlich eine im Wortsinne liberale Position. Jetzt aber, da das weitgehend anonyme Netzwerk von VroniPlag nicht nur Silvana Koch-Mehrin des Plagiierens bei ihrer Doktorarbeit überführt zu haben scheint, sondern auch Vorwürfe gegen Dr. Jorgo Chatzimarkakis erhebt, da wird ihm das Netz zum Gräuel:

“Wer andere öffentlich an den Pranger stellt und vorverurteilt, muss dies mit offenem Visier tun. […] Wenn VroniPlag an echter seriöser Aufklärung interessiert ist und nicht nur die öffentliche Vorverurteilung von Menschen zum Ziel hat, muss die Plattform mit offenen Karten spielen.” Transparenz gelte nicht nur für Politiker, sondern auch für die, die Politiker anklagen.

So zitieren ihn unter anderem euractiv und die afp. Und mehr als das, Alvaro fürchte, so ist zu lesen, dass sich das Denunziantentum aus dem Schutze der Anonymität des Internets heraus anscheinend zum gesellschaftlich akzeptierten Sport entwickle.

Und im Übrigen sei auffallend, dass „vornehmlich Doktorarbeiten von Politikern der CDU/CSU und FDP [...] im Visier der selbsternannten Plagiatsjäger [sind], wobei die Aktivisten sich nicht an den eigenen Ansprüchen transparenter Arbeit messen lassen wollen”.

GuttenPlag und VroniPlag als Netzwerk beinahe feiger, sich hinter einem Pseudonym verschanzender Denunzianten mit einer klaren politischen Agenda – das Grimme Institut sieht das bekanntlich< anders. Alvaro verrennt sich hier auf zweierlei Weise in seiner aggressiven Verteidigung der ParteifreundInnen: [...Weiterlesen...]

Thema: Standpunkt | Kommentare (1) | Autor:

Von virtuellen und echten Schengen-Grenzen

Mittwoch, 11. Mai 2011 20:11

In den letzten Tagen und Wochen haben fast alle relevanten Netz-Medien die vermeintlich von der EU geplante Schaffung eines „virtuellen Schengen-Raumes“ diskutiert. Schon am 17. Februar hatte die LEWP 1, eine Arbeitsgruppe des Rates der Europäischen Union, in einer Sitzung die Einrichtung eines solchen gesamteuropäischen Internets angeregt, wie aus dem Protokoll hervorgeht. Nachdem Alvar Freude vom AK Zensur am 26. April darüber berichtet hatte, ging die Debatte hierzulande los.

Wörtlich lautet der inkriminierte Absatz des Sitzungsprotokolls der LEWP:

8. Cybercrime

The Presidency of the LEWP presented its intention to propose concrete measures towards creating a single secure European cyberspace with a certain “virtual Schengen border” and “virtual access points” whereby the Internet Service Providers (ISP) would block illicit contents on the basis of the EU “black-list“.

[Link von mir]

Wirklich konkret scheinen die Pläne derzeit nicht zu sein. Daniel Bröckerhoff berichtet in seinem Blog und bei ZDF-Hyperland, die aktuelle ungarische Ratspräsidentschaft habe das Protokoll als fehlerhaft bezeichnet; die Arbeitsgruppe habe auch keine konkreten Vorschläge unterbreitet. Allerdings behauptet das Protokoll ja auch nur, es bestehe die Absicht, solche konkreten Pläne zu entwickeln. Auch das Dementi lässt also einige Fragen offen.
Die habe ich der Pressestelle des Ministerrates gestellt, auf eine Antwort auf meine E-Mail-Anfrage warte ich noch. Sobald ich eine habe, aktualisiere ich diesen Artikel.

Interessant ist neben obigem Protokoll auch die Schlussfolgerung der Cybercrime-Konferenz, die am 12. und 13. April in Budapest stattfand.
Dort wird zwar ebenfalls das Ziel formuliert, ein europäisches sicheres Internet zu schaffen – von einer Außengrenze mit virtuellen Schlagbäumen in Form von Access-Points ist dagegen nicht mehr die Rede. Stattdessen wird vor allem eine engere Kooperation zwischen den Staaten und zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren vorgeschlagen, außerdem werden Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bürger für Cyberkriminalität empfohlen. Zudem soll ein Europäisches Zentrum für Cyberkriminalität errichtet, die Ratifikation der Budapester Konvention des Europarates 2 sowie eine Direktive des Rates im Juni vorangetrieben werden.

Es scheint geboten, die weiteren Entwicklungen intensiv zu verfolgen.

Doch unabhängig davon, ob dieser diskutierte Schengen-Raum kommen wird, lohnt ein Blick auf die Frage: Ist Schengen überhaupt eine passende Analogie? [...Weiterlesen...]

  1. Eine bessere Darstellung finde ich auch auf den Seiten der EU leider nicht.
  2. Ja, genau der Europarat, der nichts mit der EU zu tun hat, zu dem aber der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gehört.

Thema: Innenpolitik | Kommentare (5) | Autor:

Replik auf carta: Bildungsstreik analog statt digital?

Freitag, 13. November 2009 15:29

Mathhias Schwenk hat auf Carta einen Artikel darüber geschrieben, wie wenig die demonstrierenden Studenten hierzulande auf die Möglichkeiten des social web zurückgreifen. Auf einige Punkte möchte ich gerne eingehen.

Obwohl die Studenten von heute oft als “Digital Natives” gesehen und ihnen daher eine hohe Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet zugeschrieben wird, zeigen die aktuellen Vorgänge rund um den Bildungsstreik im Grunde fast das Gegenteil. Die Studenten koordinieren sich ganz überwiegend offline und führen Blogs, Twitter und Fanseiten auf StudiVZ bzw. Facebook nur nebenher.

Diese Analyse scheint mir zutreffend zu sein – allerdings nicht nur in Bezug auf den Bildungsstreik. Eine auf eigenen Erfahrungen basierende Einschätzung ist nun nicht wirklich generalisierbar, doch scheint mir der „internetaffine“ Teil der Menschen die Reichweite, den Einfluss und die Nutzung des Internet etwas zu überschätzen.
Junge Menschen nutzen das Netz, ohne Frage. Beinahe jeder hat ein Mail-Postfach, fast genauso viele nutzen Wikipedia und die schnelle google-Suche bei Referaten und privatem Interesse; ein nicht unerheblicher Teil nutzt Nachrichtenseiten (dabei vor allem Spiegel-Online); im StudiVZ angemeldet sind ebenfalls viele, weil man dort Bilder hochladen kann und Kontakt halten und herstellen kann; und einige wenige nutzen sogar interessenspezifische Foren. Und gerade fürs Studium läuft viel Organisatorisches nur noch über das Internet. So weit, so gut.

Blogs als Tagebuch, Twitter als Frühstückmelder

Darüber hinaus sieht es jedoch so aus:
Nur ein winziger Teil liest Blogs, ein noch kleinerer Teil schreibt selber für einen. Für viele ist ein Blog nach wie vor dieses diffuse Etwas, in dem von Weltschmerz zerfressene Selbstdarsteller Geschichten aus ihrem privaten Leben ausbreiten.
Das Verständnis, dass Blogs kritische Instanzen sein, echte Gegenöffentlichkeit herstellen und Partizipation ermöglichen können, haben die Wenigsten.
Von Twitter gar nicht erst nicht zu reden. Twitter ist der Ort, an dem jemand der Welt mitteilt, was er gerade gefrühstückt hat.
In meinem Serminar über Print- und Online-Medien bin ich von etwa 30 Medienwissenschaftsstudenten der einzige, der bloggt.

Junge Menschen sind keine Digital Natives oder wenn sie es doch sind, dann nur in dem Sinne, dass sie grundsätzlich mit dem Internet umgehen können. Sie nutzen das www, es ist nicht wegzudenkender Teil ihres Lebens. Das haben sie der Elterngeneration vielleicht voraus. Aber sie sehen es in der Mehrheit eben auch als das: als Normalität, nicht als Gelegenheit. Sie gehen nicht in die Tiefe, suchen nicht gezielt, sie setzten sich nicht mit Möglichkeiten und Problemen auseinander.

Allein die Tatsache, dass es das Internet gibt, hat die Generation der Digital Natives nicht per se zu internetinteressierteren Menschen gemacht; also zu solchen, die Technik nicht nur nutzen, sondern sich auch damit beschäftigen.

All das ändert natürlich nichts am Problem, das Matthias Schwenk beschrieben hat. Wenn in der größten Plenumssitzung der Uni-Tübingen direkt vor der Räumung am Anfang gefragt wird, ob denn jemand der Admins vom offiziellen Streik-Account aus twittere oder das tun wolle und der offizielle Account dann nur wenige tweets in den Äther schickt, dann ist das den Zielen der Streikenden nicht dienlich.

Allein: Ich sehe das Problem nicht als derart zentral an. Viel wichtiger scheint mir der nächste Punkt.

Auch das social web macht Studenten nicht politischer

Das Schielen auf die Presse zeigt, dass die Studenten sich noch nicht in der Lage sehen, die Öffentlichkeit über das Internet direkt anzusprechen und sich dazu die erforderliche Reichweite selbst aufzubauen.

Allein die Tatsache, dass es neue Möglichkeiten der politischen Partizipation gibt, hat die Generation der Digital Natives noch lange nicht zu politischeren Menschen gemacht.

Das Problem der Studentenproteste ist nicht die fehlende Mobilisierung via facebook und twitter, sondern die fehlende Mobilisierung an sich.
In Tübingen erschienen zur Plenumssitzung direkt vor der Räumung wohl etwa 500 Studenten. So viele wie nie. Das sind in etwa zwei Prozent der 24 000 Studierenden.
Kurz: Die Öffentlichkeit will offenbar gar nicht angesprochen werden.

Klar, viele wussten noch nicht einmal, dass besetzt worden war, als die Polizei die Besetzer bereits geräumt hatte – aber das lag dann an mangelndem Interesse, nicht an der Öffentlichkeitsarbeit der Besetzer.
So viel das social web vermag: In einer Kleinstadt wie Tübingen, deren Einwohner zu einem Drittel Studenten sind, ist es immer noch weniger effektiv als die anaolge Werbung. Man muss sich das so vorstellen: Es gibt keinen Campus, aber fast alle Uni-Gebäude stehen in einem Bereich, der vermutlich kleiner ist als viele Campi. Nicht umsonst besagt ein Spruch: „Tübingen hat keine Uni, Tübingen ist eine Uni.“
Wenn in einer so kleinen Stadt Solidaritätsplakate an beinahe jedem Hörsaalgebäude, dazu Aufkleber, Infoplakate und Flyer in der ganzen Stadt, sogar auf den Toiletten der Universität, die Studenten nicht einmal dazu bringen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dann wollen sich diese Studenten auch nicht damit auseinandersetzen.

Natürlich, in Großstädten sieht das anders aus und dort ist das social web womöglich weitaus wichtiger.
Dennoch: Offensichtlich sieht die Mehrzahl der Studenten keinen Grund, zu protestieren.
Ich habe mich im Laufe der letzten Woche immer wieder einmal umgehört und es scheint mehrere Gründe zu geben:

1) Unwissenheit
Ein erschreckender Teil wusste nicht, dass und vor allem warum besetzt war. Oftmals hatte das mit dem nächsten Punkt zu tun.
2) Gleichgültigkeit
Vielen ist das alles schlicht egal. Sie möchten ihr Studium durchbekommen, mehr nicht. Ob nun so, wie es jetzt ist oder anders. Sollte sich etwas ändern, dann sei es so, aber sie müssten sich auf ihr Studium konzentrieren.
Dazu gehören auch jene, die zwar mit den Besetzern sympathisierten, aber nicht einmal im besetzten Hörsaal erschienen.
3) Ablehnung den Besetzern gegenüber
Einige sehen bzw. sahen die Besetzer als linke Chaoten an, denen es vorwiegend darum gehe, auch einmal einen Hörsaal zu besetzen und dort zu feiern. Daraus resultierte prinzipielle Ablehnung dem Streik gegenüber.
4) Akzeptanz der/Zufriedenheit mit der Situation
Einige haben kein Problem damit, Studiengebühren zu zahlen, Vorlesungen per Audiostream mitzuverfolgen, in einem extrem verschulten Studiengang zu studieren, oder damit, dass nur ein Teil auch einen Masterplatz bekommt. Ihnen gehe es gut.
Ein sehr kleiner Teil dieser Gruppe findet all das auch einfach gut und richtig.
5) Resignation
Der meiner Einschätzung nach häufigste Grund. Viele sympathisieren zwar mit den Ideen und auch Methoden der Streikenden, sind aber der Meinung: Das bringt doch eh nichts. Und wenn etwas ohnehin nichts bewirken kann, versuchen sie es gar nicht.

Können die Proteste etwas bewirken?

Ich weiß nicht, ob das eine spezifische Eigenschaft der aktuellen Studentengeneration ist oder ob es nicht vielmehr schon immer so war, dass nur ein kleiner Teil politisch aktiv wurde und der Großteil nicht. Auch der Verweis auf die APO und die gesamte Studentenbewegung der 68er ist fehl am Platz. Der Vergleich wird beiden nicht gerecht. Die Studenten von damals haben mit denen von heute allenfalls gemein, dass sie Studenten sind. Die Gründe für den Protest sind genauso verschieden wie die verfolgten Ziele – und damit auch die gewählten Mittel.

Die jetzige Protestwelle kann aber in jedem Fall nur dann etwas bewirken, wenn erstens noch viel mehr Universitäten sich anschließen und zweitens mehr Studenten aktiv werden. Ersteres halte ich für möglich, bei Letzterem bin ich skeptisch.

Thema: Hochschulpolitik, Kommentar, Replik | Kommentare (0) | Autor:

Linkempfehlung (1): SPD will Presse retten

Donnerstag, 24. September 2009 3:39

Spiegel-Online berichtet über so absurde wie diffuse Pläne der SPD, den Qualitätsjournalismus, also den Printjournalismus, zu retten. Macht man derzeit ja gerne, da bei der SPD.
Und die SPD möchte den Trend, dass immer mehr junge Menschen das Internet als wichtigste Informationsquelle sehen, “stoppen, wenn er sich schon nicht umkehren lässt”.
Oh weh.

Klicken und lesen.
(Dieser weiterführende Link lohnt übrigens auch einen Klick).

Thema: Linkempfehlung | Kommentare (0) | Autor: