Archiv der Kategorie Standpunkt
Das Elend der Antisemitismus-Debatte um Jakob Augstein
Seit Tagen debattiert Deutschland darüber, ob Jakob Augstein ein Antisemit ist. Dabei ist das die völlig falsche Frage – zumindest wenn man gegen Antisemitismus vorgehen will. Sinnvoller ist es, von antisemitischen Handlungen zu sprechen. Jakob Augstein, Herausgeber des Freitag und … Weiterlesen
Warum die Idee eines Europas, das nur zusammen stark ist, nicht durch die Krise trägt
Die leidenschaftlichen Verfechter eines geeinten Europas predigen die Kooperation zur Sicherung der Freiheit und des Wohlstands. Dass ihre pragmatische Erzählung nicht mitreißt und in der Krise nicht trägt, kann nicht überraschen. Denn sie hat sich ganz dem renationalisierten Zeitgeist unterworfen. … Weiterlesen
Breivik ist zurechnungsfähig: Die öffentliche Feier des Rechtsstaats
Am Freitag wurde im Prozess gegen Anders Behring Breivik das Urteil gesprochen. Es lautet auf 21 Jahre Haft, die Höchststrafe in Norwegen, mit anschließender Verwahrung. Er wird nie wieder in Freiheit sein. Das war klar. Die Frage war, ob das … Weiterlesen
Gingrich im US-Wahlkampf: Kinder könnten für Geld in Schulen putzen
Wieder einmal ein Bonmot aus dem US-Vorwahlkampf. Newt Gingrich, Institution in der Republican Party und aktueller Frontrunner für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat 1 hält die aktuellen Gesetze gegen Kinderarbeit für “dumm” und schlägt vor, doch Kinder anstelle von gewerkschaftlich organisierten … Weiterlesen
Mohamed Bouazizi und der Werther-Effekt
Zeit-Online hat aufgrund der Berichterstattung über den Selbsttötungsversuch eines Schiedsrichters kürzlich ein Interview zum Werther-Effekt veröffentlicht. Darin ruft der Medienpsychologe Benedikt Till Journalisten auf, gemäß schon lange existierender Richtlinien allenfalls zurückhaltend über Suizide zu berichten. Denn schon seit einigen Jahrzehnten … Weiterlesen
Lasst uns über die Krise reden – Entwurf einer Systematik der Krisen-Erzählungen
Frank Schirrmacher scheint, einmal mehr, einen Nerv getroffen zu haben mit seiner Darstellung des angekündigten griechischen Referendums 1, die in dem Wunsch nach einer Volksabstimmung ein Aufbäumen des anthropomorphisierten Politischen erkennt, einen emanzipativen Akt des Widerstands gegen den herrschenden Ökonomismus. … Weiterlesen
Diktatoren im Sommerschlussverkauf
Toll, diese Überschrift, die ich heute Morgen bei dradio.de las: “IWF: Arabischer Frühling kostete Länder 55 Milliarden Dollar“. Was für ein schönes Fundstück, das kurz und bündig illustriert, wieso es eben nicht immer zielführend ist, in ökonomi(sti)schen Begriffen zu denken. … Weiterlesen
Zögern bei Staaten, kein Zögern bei Banken
„Nicht zögern“ will Angela Merkel damit, Banken zu rekapitalisieren – im Jargon der letzten Monate: zu retten –, sollten sie sich nicht mehr selbst am Kapitalmarkt versorgen können. Und zwar deshalb, weil die Schäden, täte es die von ihr regierte … Weiterlesen
Europäischer Bewusstseinsstrom
Vorhin bei Surfen fielen mir in wenigen Minuten drei Texte auf. In letzter Zeit mache ich mir ohnehin noch mehr Gedanken um Europa als sonst. Ich habe einfahc mal versucht, einige davon aufzuschreiben. Stringenz ist optional. … Börsencrash? Angst vor … Weiterlesen
Ein lauter Schrei nach? – Einfach nur ein lauter Schrei
Michael Stepper hat bei Philibuster den offenen Brief von Daniel Stahl an die Verleger kommentiert – in Form eines offenen Briefs an die lieben jungen Journalisten. Ich bin vermutlich einer der Angesprochenen, denn ich habe den offenen Brief neulich unterzeichnet. … Weiterlesen