Felix Neumann beschreibt lesenwert seine[1] Haltung zur Frage, ob denn der Staat illegal beschaffte Daten über vermutete Steuerhinterzieher aus der Schweiz kaufen dürfe und solle.
Schnelle Linkempfehlung: Die taz berichtet über einen achtjährigen Pfadfinder aus New Jersey, der seit seiner Geburt auf einer Terrorliste steht und bei jedem Flug gesondert kontrolliert wird… Lesen
Ja, ich weiß, eine sehr große Überschrift.
Das hier hat auch, einmal mehr, nicht wirklich etwas mit den Themen dieses Blogs zu tun, aber Flauschcontent soll ja, so hört man, in anderen Blogs durchaus für eine nette Abwechslung sorgen.
Nun muss ich natürlich befürchten, dass ein schon einige Jahre laufendes und von insgesamt sicher weit mehr als 50 Millionen Menschen geklicktes youtube-Phänomen so wirklich neu und unbekannt nicht ist – aber ich bin erst jetzt auf “Where the hell is matt?” gestoßen. (Über einen Professor, der sich damit nach eigener Aussage beruhigt hat, als ein Gastredner in den Wirren des deutschen Bahnsystems zu verschwinden drohte).
Worum geht es: Ein junger Mann, der vorher Videospiele entwickelt hatte, hat seinen Job gekündigt, ist durch Asien gewandert, wurde von einem Freund dabei gefilmt, wie er vor irgendeiner Sehenswürdigkeit in Saigon einen lustigen Tanz aufgeführt hat, hat das Video online gestellt, wurde viel geklickt und hat dann einen Sponsor gefunden, der dafür bezahlt hat, dass er um die ganze Welt (ja, alle sieben Kontinente) fährt und an bekannten Orten lustig tanzt. Später bezahlte der Sponsor sogar noch einmal, dass er um die Welt fuhr und an bekannten Orten lustig tanzte – diesmal aber mit anderen Menschen.
Es gibt eine Website, wo all das noch genauer steht.
Und es gibt etliche Videos.
Ich finde sie großartig. Ich finde die Idee großartig, ich finde es großartig, dass er es tatsächlich geschafft hat, jemandne zu finden, der ihm so etwas finanziert, ich finde die Bilder großartig und natürlich auch den Tanz. Darüber hinaus bin ich wahnsinnig neidisch auf diesen Menschen, gönne es ihm aber irgendwie auch von Herzen.
Um 16.00 findet in Tübingen eine zumindest so deklarierte Vollversammlung unter dem Motto “unibrennt” statt. Ich werde versuchen, von dort zu twittern, falls es Interessantes gibt.
Meinungsforscher Klaus Kocks als Gastkommentator in der Frankfurter Rundschau: Piraten, nein danke!
Ein Text über das Internet als “Universum unnützen Wissens, in dem niemand Geld verdient außer der Porno-Industrie, die uns listenreich mit ihrem Müll versorgt”, über Urheberrechte und die Piratenpartei, bei dem man sich zwei Dinge fragt. Erstens, warum manche Mitbürger sich offenbar nicht mit einer Diskussion auseinandersetzen wollen, zu der sie beizutragen gedenken. Und zweitens, warum die FR so einen Gastkommentar druckt. Welcher Mehrwert entsteht durch das Wiederkäuen von bereits dutzendfach gelesenen und immer noch nicht treffenderen Phrasen?
Ich warte auf eine ausführliche Replik – habe leider dieses Wochenende keine Zeit für eine eigene.
In MESSAGE: Die Lobbyisten der Unfreiheit – Immateriblogger Matthias Spielkamp, mal wieder, aber auch mal wieder sehr lesenwert über den Irrsinn des Leistungsschutzrechts für Verlage und wie versucht wird, dieses Anliegen durchzudrücken.