Beiträge vom Januar, 2012

Antje Schrupp über Zizek und Revolutionen

Montag, 23. Januar 2012 23:55

Antje Schrupp liest Slavoj Zizek und kommt zu dem Schluss, dass von ihm und ähnlich Denkenden “keine Revolution zu erwarten” ist – und zwar “glücklicherweise”.

Schönes Zitat über die Sehnsucht vieler Linker nach der großen Krise oder den gr0ßen Knall, dem dann die revolutionäre Neuordnung folgen soll, und eine andere Art, gesellschaftliche Veränderungen zu beeinflussen:

Er [Zizek; J.S] geht zwar nicht mehr so weit wie die Theoretiker_innen der RAF, die eine solche Krise [als revolutionärer Moment des radikalen Umbruchs; J.S] auf Teufel komm raus aktiv provozieren wollten, aber er sagt auch, dass man nicht zu ihrer Vermeidung beitragen sollte, dass man keine Angst haben darf, vieles von dem, was man hat und schätzt, zu verlieren.

Ich habe, ehrlich gesagt, schon Angst davor. Denn es ist einfach Fakt, dass bei solchen Krisen und „Ereignissen“ massenweise Menschen sterben und ebenso massenweise Menschen unvorstellbar leiden müssen. Ob es nun die zusammenbrechenden Finanzmärkte, der nächste Krieg oder die Klimakatastrophe sind – ich muss die nicht haben.

Aber wenn ein solches Ereignis, was wahrscheinlich ist, ganz ohne mein Zutun und ohne, dass ich es verhindern könnte, früher oder später eintritt – dann will ich wenigstens meinen Teil dazu beigetragen haben, dass wir darauf so gut wie möglich vorbereitet sind. Weil das, was dann geschehen wird, nämlich nichts anderes sein wird als das unausweichliche Ergebnis dessen, was wir vorher (also jetzt) tun.

Bitte lesen.

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Nächste Woche hat Ungarn keine Probleme mehr

Montag, 23. Januar 2012 23:24

Aus einem Interview der Welt mit dem FIDESZ-Europaparlamentarier József Szájer, der im vergangenen Jahr an der Ausarbeitung der neuen Verfassung mitgewirkt hat:

Welt Online: Wenn alles so klar und unproblematisch ist, dann haben die Ungarn ganz offenbar ein Problem der Vermittlung…

Szajer: Ja, man kann das wohl als Morbus Hungaricus bezeichnen. Unsere Außendarstellung ist in vielen Dingen ungünstig.

Welt Online: Wann denken Sie, werden alle Probleme ausgeräumt sein?

Szajer: Nächste Woche.[...]

Ach so. Na dann.

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Kurz korrigiert (1)

Mittwoch, 18. Januar 2012 15:03

Aus den Nachrichten bei dradio.de (und stern.de:

EU kritisiert erneut Medienpolitik Ungarns

Die Europäische Union hat von Ungarn erneut die Wahrung der Medienfreiheit eingefordert. Die zuständige EU-Kommissarin Kroes kritisierte in Brüssel, dass die Behörden in Budapest die Lizenzen für den letzten verbliebenen privaten Hörfunkkanal “KlubRadio” nicht erneuert haben.”

Auch wenn sehr sehr viel schief läuft in Ungarn (und das, übrigens, nicht erst sei Dezember): KlubRadio ist nicht der letzte verbliebene Privatsender in Ungarn.

Thema: Kurz korrigiert | Kommentare (0) | Autor:

Bild-Chef Diekmann in der taz im Focus

Dienstag, 17. Januar 2012 21:47

Mit einem kleinen Bonmot eröffne ich hier 2011 20121, wünsche verspätet allen Lesern ein gutes neues Jahr und bedanke mich sehr herzlich bei allen, die hier lesen und ganz besondern bei denen, die sogar kommentieren!

Dieser Neujahrs-Hänger könnte sich langsam zu einer echten Tradition entwickeln. Ich habe gerade aber auch einfach sehr viel anderes zu tun.

Nun zum völlig belanglosen Schmankerl: Die taz veröffentlicht heute die Antwort von Kai Diekmann auf eine Reihe von Fragen zum Anruf von Christian Wulff und dem Umgang der Bild mit diesem Material.

Unter anderem schreibt Diekmann:

“Bild war die erste Zeitung, die über eine mögliche Verschleierung der Kreditgeberschaft geschrieben und den Namen des Kreditgebers veröffentlicht hat. Am 13. und 14. Dezember 2011 stand dieses Thema im Focus der Berichterstattung.”

[Hervorhebung JS]

Sogar der Bild-Chefredakteur setzt Helmut Markworts Lebenswerk in eins mit dem Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Hier zeigt sich, wer in Wahrheit die mächtigste Publikation im Land ist.

Update, 18.01.12, 00.07 Uhr: Dem so geadelten Blatt ist’s nicht geheuer – da wird im Focus der Focus zum Fokus.

  1. Hoppla…

Thema: Humoriges, In eigener Sache | Kommentare (0) | Autor: