Beiträge vom Dezember, 2011

Die Weihnachtsfrau kurz vor Neujahr

Mittwoch, 28. Dezember 2011 22:12

Die etwas kryptische Überschrift verweist erstens darauf, dass ich hier niemandem frohe Weihnachten gewünscht habe und vermutlich auch niemandem einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen werde. Wer möchte, kann sich aber durch diese niedergeschriebene Erkenntnis nachträglich und im Voraus mitgegrüßt fühlen, wenn ihm oder ihr das wichtig ist.
Zweitens verweist die Überschrift auf Geschlechtlichkeit in der Sprache.

Zu den Fragen, ob Hörer eines Textes beim generischen Maskulinum auch an Frauen denken oder doch nur an Männer, und ob geschlechtersensible Sprache wirklich unverständlicher ist, hat der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch bei den scilogs gebloggt. Dazu stellt er die Ergebnisse von zwei empirischen Studien vor.

Ich lege den Text allen Leser_Innen ans Herz.

Gefunden habe ich den Link bei Antje Schrupp, die Stefantowitschs Empirie durch etwas Theorie ergänzt 1

Da fällt mir übrigens einmal mehr auf, dass ich hier im Blogalltag allenfalls sporadisch auf inklusive Wortwahl achte. Notiz an mich: Häufiger machen.

  1. Und deren Blog ich ohenhin allen Lesern und Leserinnen ans Herz lege.

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Gingrich im US-Wahlkampf: Kinder könnten für Geld in Schulen putzen

Mittwoch, 7. Dezember 2011 23:44

Wieder einmal ein Bonmot aus dem US-Vorwahlkampf.
Newt Gingrich, Institution in der Republican Party und aktueller Frontrunner für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat 1 hält die aktuellen Gesetze gegen Kinderarbeit für “dumm” und schlägt vor, doch Kinder anstelle von gewerkschaftlich organisierten Hausmeistern2 die Schulen sauber halten zu lassen. Böden schrubben, Klos putzen, dafür zwei Dollar die Stunde – so könnten Kinder den Wert von Arbeit lernen, Geld verdienen und erhielten eine Chance, aufzusteigen (denn das Recht, sein Glück zu machen – to pursue happiness – ist für Gingrich für von Gott gegeben). Immerhin habe es zu seiner Zeit ein Programm gegeben, in dem Kinder für das Lesen von Büchern bezahlt wurden.

Kaum zieht Mr, 9-9-9-Cain seine Kandidatur zurück, kommt der nächste Frontrunner mit außergewöhnlichen Ideen um die Ecke…

  1. Nicht, dass das viel heißen würde.
  2. Es muss wohl irgendwie schlecht sein, sich gewerkschaftlich zu organisieren, wenn er extra darauf hinweist.

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