r.i.p @romelu

Robin Meyer-Luchts letzter Artikel auf Carta schickte das Projekt in eine Sommerpause. Leider bringt mich das dazu, die Sommerpause hier mit einem Nachruf zu beenden.

Schon vor etwa zwei Wochen ist Robin Meyer-Lucht überraschend gestorben.

Ich kannte ihn aus dem Netz, persönlich getroffen habe ich ihn nur einmal kurz, am Rande der Konferenz The Future Face Of Media in Frankfurt. Einige Male häufiger haben wir Mails ausgetauscht. In diesem Rahmen wirkte er immer erfrischend unprätentiös, außerdem offen, interessiert an Ideen und Texten. Beim-wort-genommen war gerade einen Monat online, da meldete er sich schon: Ob ich mir vorstellen könne, dass Carta Texte von mir crosspostet? Bis es soweit war, dauerte dann zwar deutlich länger, aber wir mailten in der Zwischenzeit hin und wieder. Er schlug sogar selber Themen vor. Und nachdem Horst Köhler zurückgetreten und ich von dem sich anschließenden Medienrummel noch etwas überfordert war, schrieb er, ich solle ihn einfach anrufen, wenn ich Fragen oder Zweifel hätte. Ich habe es dann nicht getan, mich aber sehr über das Angebot gefreut.

Carta sammelt Nachrufe, zumeist von Menschen, die ihn besser kannten. Lange habe ich überlegt, ob ich genug zu sagen habe, um auch einen zu schreiben. Dann fand ich: Ja. Obwohl wir eher wenig Kontakt hatten, finde ich es wirklich traurig, dass er tot ist.

Auf Twitterformat gebracht: R.I.P @romelu. Aber, du weißt, das Netz vergisst nicht: Du und deine Texte, ihr seid zumindest #iminternetnochnichtgestorben.

05. Oktober 2011 von Jonas Schaible
Kategorien: In eigener Sache | Schreibe einen Kommentar

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