Terror-, Finanz- und Wissenschaftsexperten: Mehr Präzision!
Samstag, 23. Juli 2011 18:57
Und wo ich gerade dabei bin, gleich noch eine Medienkritik hinterher.
Karim el-Gawhary, unter anderem Nahost-Korrespondent der taz, befasst sich mit so genannten Terror-Experten, die sich gestern teilweise sehr früh (wohl fälschlich) auf islamistische Terroristen festgelegt hatten. Er fordert: weg mit den Terror-Experten, die wie alle anderen auch nur im Trüben fischen können.
Ich möchte, das brennt mir schon lange unter den Nägeln, sogar noch weitergehen und fordern: Weg mit den Experten. Weg mit ihnen, allesamt weg.
Allerdings nicht unbedingt mit denjenigen, die sich als Experten bezeichnen oder als solche bezeichnet werden. Nein, was verschwinden muss, ist der Begriff des „Experten“ an sich. Der Experte ist nämlich schon lange keine Einordnungshilfe mehr, so er es denn je war.
So sehr ich verstehe, warum Journalisten verdichten und ihren Lesern Informationen vereinfacht vermitteln wollen, so sehr halte ich den Experten für ungeeignet, das zu erreichen.
Thema: Journalismus | Kommentare (0) | Autor: Jonas Schaible