Donnerstag, 23. Juni 2011 15:42
Vier Lesebefehle, die mit Griechenland zu tun haben:
Stephan Kaufmann liefert in der Berliner Zeitung in zwei Artikeln die wichtigsten Fakten zu Griechenland, den Ursachen der Krise und den Hilfen.
Ein schöner Satz daraus: “Ob es dann “pleite” ist, hängt von der Bereitschaft der anderen Euro-Staaten ab, ihm mit Krediten auszuhelfen. Zwischen Staaten ist “Pleite” also ein politischer Beschluss.”
Siehe dazu auch Frank Lübberding bei weissgarnix: Die Zukunft des Euro entscheidet sich nicht in Athen
Und weil gestern die Bild-Redakteure Nicolaus Blome und Paul Ronzheimer (derjenige, der den “Pleitegriechen” die Drachme zurück” gab) für ihre Berichterstattung über die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone den Herbert-Quandt-Medienpreis erhalten haben, sei noch ein Text von Lukas Heinser bei coffeeandtv empfohlen: Jugend hetzt.
Er rekonstruiert den Werdegang des erst 25 Jahre alten Ronzheimers und fragt sich ratlos, warum Ronzheimer schreibt, was er schreibt: “In der Person Ronzheimers, der zu diesem Zeitpunkt schon einige Drecksarbeit für die Volksverhetzungs-Taskforce von “Bild” erledigt hatte, überschritt die Zeitung an jenem Tag endgültig die Grenze zwischen Berichterstatter und Akteur. Es war ein “wir” (“Bild”, Deutschland, die Guten) gegen ein “die” (die Pleite-Griechen) geworden (…)”
Ich teile Heinsers Ratlosigkeit.