Kommentar zu Köhlers Rücktritt: Vielleicht bedauerlich, aber nötig

Horst Köhler tritt zurück, mit sofortiger Wirkung. Dieser in der Bundespolitik beispiellose Schritt kommt überraschend. Und wenn man sieht, wie Köhler die Erklärung verliest, wie er mit den Worten schließt, es sei eine Ehre gewesen, Deutschland zu dienen – da kann man fast ein wenig Mitleid haben. Den Rücktritt zu erklären, das war nicht nur ein überraschender Schritt von Horst Köhler, es war mit Sicherheit auch kein leichter für ihn. Dafür gebührt ihm Respekt.

Als Begründung führte Köhler die Kritik an seinen Äußerungen zu Militäreinsätzen an. Die Kritik sei so weit gegangen, dass man ihm unterstellte, er befürworte Einsätze, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Derlei Vorwürfe entbehrten jeder Rechtfertigung und ließen den Respekt vor seinem Amt vermissen, so Köhler in seiner kurzen Erklärung.

Man muss dabei betonen und ihn so weit in Schutz nehmen: Köhler hat Militäreinsätze zur Sicherung des Wohlstandes tatsächlich nicht befürwortet. Aber er hat sie für unter Umständen notwendig erklärt. Schon das ist nicht verzeihlich. Als jemand, der dem Grundgesetz qua Amtseid verpflichtet ist, müsste er solchen Gedankenspielen eine klare Absage erteilen.

Dass er genau das nicht getan hat, mag der Übermüdung geschuldet gewesen sein oder mangelndem rhetorischen Geschick. Darum kann es, darum darf es aber nicht gehen.
Die Kritik am Deutschlandradio-Interview war im Kern völlig berechtigt – und sie fußte allein auf dem Wortlaut des Interviews und auf dem Wortlaut der Klarstellung durch das Bundespräsidialamt. Sie war mithin gut begründet.

Müßig zu spekulieren, ob die aktuelle Kritik einziger Auslöser für den Rücktritt war, oder ob verschiedene Faktoren zusammenkamen; Köhler war in den letzten Monaten häufiger wegen seiner Amtsführung in der Kritik. Laut ARD gab es auch Reibungen im Bundespräsidialamt.

Den Zeitpunkt des Rücktritts in einer ohnehin von politischen Turbulenzen geprägten Zeit kann man ungünstig finden. Der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen muss nun unvorbereitet die Geschäfte übernehmen, Bundestagspräsident Norbert Lammert muss innerhalb von 30 Tagen eine Bundesversammlung einberufen, Kandidaten müssen gefunden werden. Bei alldem muss das Tagesgeschäft reibungslos weiterlaufen.
Man kann den Rücktritt auch bedauerlich finden. Horst Köhler war während seiner gesamten Zeit sicherlich kein schlechter Bundespräsident. Er wird durch seine Aussagen auch kein Kriegstreiber. Persönliche Angriffe auf den Menschen Köhler sind daher genauso zu unterlassen wie Häme.

Doch darf gerade der Bundespräsident als oberster Repräsentant der Verfassung nie den Eindruck erwecken, nicht mehr voll hinter dem Grundgesetz zu stehen.
Erst aus dem Respekt vor dem politischen System, das in seinem Wesen eben durch die Verfassung konstituiert wird, kann schließlich Respekt vor dem Amt erwachsen. Deshalb greift auch Köhlers Begründung nicht.
Weil bei ihm der Eindruck aufkam, er orientiere sich nicht strikt an der Verfassung, musste er gehen.

Letztlich war der Schritt konsequent und nötig. Der Rücktritt an sich ist zu begrüßen.

31. Mai 2010 von Jonas Schaible
Kategorien: Kommentar | Schlagwörter: , | 67 Kommentare

Kommentare (67)

  1. Aber wäre es nicht verantwortungsvoller gewesen, diesen Schritt rechtzeitig anzukündigen, sodass genügend Zeit für die sorgfältige Auswahl eines Nachfolgers bleibt?

  2. Die „Welt“ hat den Durchblick und hält alles für eine „Ehrverletzende Kampagne“. Sie vergleicht den jetzigen Rücktritt mit der von der Stasi geleiteten Kampagne gegen Heinrich Lübke:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7862004/Als-Luebke-den-Koehler-machte.html

    Das ist auch eine Art, von der Fehlleistung des Herrn Köhler abzulenken.

    P.S.:
    Herr Schaible, für welchen Geheimdienst arbeiten Sie denn?

  3. Das ist natürlich… geheim ;)

    Zum Welt-Artikel: Der Text schildert ja eigentlich nur die Umstände für Lübkes Rücktritt. Der Vergleich mit Horst Köhler wird allenfalls in Überschrift und Lead angestellt – und da auch nur andeutungsweise.
    Kann ein Versehen sein, kann auch Absicht sein, so genau lässt sich das nicht sagen.

  4. Köhler hat doch nur die Außenpolitik von Rot-Grün in Worte gefasst und gesagt was viele von uns wussten oder zumindest vermutet haben. Ich kann seinen Rücktritt verstehen, wobei ich eher vermute, dass dieser ihm nahegelegt wurde, da er sich nicht mehr den Spielregeln seiner beiden Königsmacherinnen unterwerfen wollte.

  5. @ 68er
    Wobei man nicht vergessen darf, dass ausgerechnet die Welt mit allen Rohren aus Köhler geschossen hat und insofern für diese „Ehrverletzende Kampagne“ mitverantwortlich ist.

  6. auf, nicht aus

  7. Koehler hat gesagt was wahrheit war. Wie sagt man so schoen, nur getroffene Hunde Bellen!

  8. Hier ein schöner Beitrag in der Süddeutschen:

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/995032

  9. Köhler hat einfach nur ausgesprochen was in den Schubladen der Regierung Fakt ist und nur nicht zugegeben werden darf – BXL liegt da gar nicht so sehr daneben mit dem was er schreibt.

    Und mal gesetzt den Fall, es wäre nicht so und er hat nur „Müll“ geredet in Sachen Bundeswehr. Dann trotzdem alle Achtung vor Köhler, er hat wenigstens einen Arsch in der Hose und geht dann. So manch anderer Politfutzi würde diesen Schritt nicht tun und angesichts der tollen Diäten weiter Müller verbreiten. Solche Kandidaten haben wir in Berlin genügend – leider.

  10. na herr schaible, wenn sie besser lesen h#ätten können………und sich weniger wichtigmachen wollten…hätten sie kapiert dass der herr bundesprädident solche äußerungen nicht gemacht hatte……..was machen wir am horn von afrika…..ach ja sind sie mensurehrlich?sie sind ein kleiner wicht……………schaun ma mal ob sie ihr studuium zu ende bringen

  11. tja, wenn einer mal die Tatsachen auf dem Tisch legt, wird dieser mundtod gemacht…Ihr seid ein Republik voller Heuchler. Recht hatte Herr Köhler…macht doch euren Scheiß selber. @Herr Jonas Schaible…fühlen Sie sich ruhig als Kartofellheld. Mit Ihren jungspunn Erfahrung werden Sie im Leben noch viel lernen müssen. Über Wirtschaftliche Interessen haben Sie keine Ahnung und mit ein Bisschen Politik und Grundgesetz, meinen Sie alles zu wissen…beachten Sie auch die Meinungsfreiheit…sollte auch für ein Bundespräsident gewährt sein…wachen Sie endlich auf aus Ihren naiven, rechthaberischen Gedankengut…geben Sie es zu…in Ihren warmen Sessel den Bezug zur Realität völlig verloren zu haben. Sie würden doch nur zu gerne hören, daß deutsche militärische Einsätze im Ausland nur dem Frieden diene, wer es glaubt wird sellig. Auch Sie Herr Schaible.

  12. Bist ja n ganz toller, wa?

  13. Jonas Scheible: Du armer Wicht!!!

  14. Lieber Jonas,

    es würde Dein Blog überhöhen, wenn man es als den Auslöser des Köhler-Rücktritts bezeichnen würde. Aber es hat sicherlich dazu beigetragen, eine Vielzahl unsäglicher Tatsachenverdrehungen auszulösen und Rabulistikern wie Jürgen Trittin eine Steilvorlage zu liefern.

    Insofern hast Du in diesem Kontext einen zutiefst zweifelhaften Verdienst errungen.

    Vielleicht wird Dir eines Tages klar, wie stark Du und andere damit diesem Land geschadet haben – und wie Ihr Euch auch ins eigene Fleisch geschnitten habt.

    Horst Köhler war ein Präsident des Volkes wie wenige vor ihm. Wenn – wie Du in diesem Blog suggerierst – es Dein Anliegen ist, Dich als Wächter der Demokratie und des Grundgesetzes zu betätigen, hättest Du besser daran getan, Dich vor ihn zu stellen.

    Viele Grüße
    Jan

  15. konsequent und nötig wäre ihr Rücktritt aus der medialen Welt gewesen, Herr Schaible…

  16. Na, wenn so die politische Kultur aussieht, wie sie mir hier in den neuesten Kommentaren entgegenkommt, kann man den Rückzug aus der Öffentlichkeit verstehen. Der Präsident wirkte auch ausgesprochen gekränkt. Es ist aber ein dünner Grund, dünnhäutig zu sein. Wiederum: Sollte das nun das schweigende Eingeständnis sein, daß er sich verplappert hatte? Ich habe das bewußte Interview mehrmals gehört; es hat eine gewisse Berechtigung, wenn man erwartet, daß ein Präsident nicht drauflos schwadroniert, sondern seine Worte gerade in so einem heiklen Fall besser wägt.
    Menschlich mag man den Abgang bedauern; Kränkungen lassen egozentrischer handeln, als hätte man keine erfahren, darum finde ich etwas Rücksicht auf die angebracht, die diesen Scherbenhaufen jetzt auskehren müssen, und die hätte im Zugestehen einer Frist bestehen können. Wenn Lena ihren Fans zurufen kann: „Ihr seid doch verrückt! Geht rein! Es regnet!“ und damit ihre Sorge um die Leute höher stellt als sich bejubeln zu lassen, dann hat sie mehr davon begriffen, was es heißt, seinem Land zu dienen.

  17. Kommentare gehen vorerst allesamt in die Warteschleife und bleiben da mal fürs Erste.

  18. Ich finde es mehr als armseelig, was dieser profilierungsgeile Herr Schaible veranstaltet hat. Er nimmt sich heraus, aus einer eigenen Interpretation den Bundespräsidenten zu beschuldigen, nicht verfassungskonform zu handeln oder zu denken.
    Es ist eine unfassbare Unverschämtheit und Respektlosigkeit dieses kleinen Wichtes, unser Staatsoberhaupt derart zu beschädigen. Jeder ist für sein Handeln und seine Worte verantwortlich. So auch Herr Schaible. Es ist billig, sich in einer Sicherheit zu wiegen und hinterrücks, ohne Konsequewnzen befürchten zu müssen, verdienten und wichtigen Personen einfach in die Eier zu treten.
    Es gibt keine Worte für diese Schamlosigkeit.
    Widerlich einfach nur widerlich!

  19. Naja ich hoffe ernsthaft für dich das du nicht Schmerzhaft von deinem Hohen Ross fallen wirst..
    „Warteschleife“ das ich nicht lache. Hast du dir mal Gedanken gemacht? Ein Hauch von Gedanken, was danach passiert? Wer soll das Amt übernehmen? 2 Gesetze sind am Herrn Köhler gescheitert, bleibt mal Aufmerksam wie lang es dauert bis diese wieder debattiert und durchgesetzt werden… Schonmal mit Korruption beschäftigt?
    Dank dem Internet kann heutzutage jeder Wortprolet sein Senf zu irgendwas geben von dem er meint Ahnung zu haben.

    „@Hoang Long treffender gehts nicht! Danke…“

    In diesem Sinne ziehe ich mich wieder in mein Königreich zurück…

  20. Ist doch verständlich, dass Kommentare gesperrt werden, wenn keine sachlichen Argumente kommen…

  21. Mein Gott, was eine arme Republik. Ein ganz betroffener Politikstufdent nimmt eine im Kern richtige und schon seit ewigen Zeiten unumstössliche Tatsache zum Anlass, bei Medien zu „petzen“!
    Kriege oder kriegsähnliche Handlungen oder bewaffnetes Eingreifen hat doch nicht nur humanitäre Gründe- Ruanda als kurzes Stichwort, da wurde kein Finger krumm gemacht. Tibet- nichts, man könnte China, die große Handelsmacht, verärgern. Wie lange könnte man weitermachen.
    Aber nun die Fahne hochhalten, wir sind ja so Grundgesetz-treu! Vor allem in Jugoslawien, und im Irak haben wir es nur Schröder zu verdanken, dass wir nicht contra Grundgesetz entschieden haben. Nur Gutmenschen- das kotzt mich, gelinde gesagt, an! Ich bin so gut, und wenn jemand ein Papiertaschentuch aus dem Auto wirft stehe ich als aufrechter Bürger da und mache ihn auf sein Vergehen aufmerksam!!
    Wo sind die Menschen, die Wahrheiten aussprechen und daraus Handlungsdirektiven ableiten, und weniger ihr Gutmenschentum pflegen? Genug, Zeitverschwendung, jemand aalt sich im Gutbürgertum, das wollen wir nicht unterbrechen!

  22. Es ist schon verwerflich, dass sich u.a. ein Politik-Student um Dinge kümmert und kommentiert die sich auf einer ganz anderen Ebene abspielen.
    Hierbei ist es insbesondere wichtig zu sehen wie diverse Personen Dinge in einem Beitrag oder einer Rede sehen.Die Sichtweise ist immer auf der Seite des jeweiligen Betrachters.

  23. Du bistn gottverdammter **********, du *********! Sieh was du angerichtet hast. Ganz Deutschland hasst dich jetzt und ich hoffe man schneidet dir die **** und deinen ********** ab! *********!

    Anm.: Kommentar editiert.
    Bitte unterlassen Sie derartige persönliche Beleidigungen. Danke.

  24. Kannst ja deine Diplom/Bachelorarbeit drüber schreiben, wie du den deutschen Bundespräsidenten gestürtzt hast. Ich hoffe deine Profs schmeißen dich dafür auf Lebenszeit von der Uni. Sowas wie du ist nur Dreck wert.

  25. na Herr Jonas sie sind nur ein kleiner Wicht, der mitlerweile keine Kritik mehr ertragen kann. Seinen Sie ein Mann und lassen die Menschen Ihre Meinung über Sie äußern oder werden sie jetzt schon das Motto diese Seite verleugnen?

  26. Tja, wer sich in Dinge einmischt, von denen er keiue Ahnung hat, dem geht’s wie dir jetzt.

    Wenn wir jetzt wirklich Schäuble als Präsident bekommen, kannst du stolz auf dich sein – du habst dann aktiv an der Amtseinführung des ersten deutschen Überwachungspräsidenten mitgearbeitet! Gratulation.

    Ach ja, du weisst schon, dass du deinen Blog dann auch dicht machen kannst oder hast du lustig ständig überwacht zu werden? Da du ja jetzt bekannt bist, ist das wohl nur eine Frage der Zeit. GZ :D

  27. Lieber Herr Schaible,

    da toben sich aber die Menschen mit Lese- Recht(s)schreibschwäche ganz schön aus bei Ihnen.

  28. Danke, daß ein junger Mann so genau hinhört und im richtigen Augenblick die wichtigen Fragen stellt.
    Im übrigen hat ja Herr Köhler das gesagt, was die Mainstreammedien leider nie so offen sagen.
    Damit zeigt sich, daß man momentan getrost auf diese verzichten kann

  29. So einer wie Sie hat uns gerade noch gefehlt. Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber wenn diese dazu führt, dass einer der besten Präsidenten der BRD zurücktritt, sollte sie verboten werden.
    Anscheinend passst sie Ihnen ja auch nicht – oder warum kommen die Kommentare sonst zunächst in die Warteschleife (Ihr Eintrag von 13:18) ?
    Armes Deutschland. Auswandern sollte man !

  30. herzlicen Glückwunsch; manche haben offensichtlich viel Zeit und wenig intellektuelle Leistungsfähigkeit

  31. Na jetzt bist du ein ganz großer…. Mit ein bischen Verstand kann man dein Mainung gar nicht teilen, Wicht

  32. Hallo,

    ich meine, dass durch solche Schreiberlinge wie Herr Schaible immer nur Dreck aufgewirbelt wird. Diese Herren suchen doch nur, wo irgend jemand sich vielleicht nicht so ausgedrückt hat, wie es gerade erwartet wird. Ich finde die Entscheidung von Horst Köhler voll in Ordnung. Sollen doch solche Leute wie Herr Schaible zeigen, dass sie es besser können. Es hat auch nichts damit zu tun, ob man Kritik vertragen kann oder nicht. Irgendwannn reichts einfach mal. Schauen wir doch mal genau hin. Unsere Politiker (und auch solche Medienstudenten) können nur kritisieren. Aber für eine anständige Politik mit Lösungen für unser Land sind diese Herren unfähig.
    Ich sage nur: Bravo Herr Köhler, den Laden hätte ich schon viel früher verlassen.
    @Herr Schaible: Bewerben Sie sich doch als Bundespräsident, wenn Sie rethorisch so gut sind. Mal sehen, wann Sie das erste mal das Handtuch werfen.
    Grüße

    E. Scherer

  33. Danke dafür, das Du uns die staatliche Souveränität genommen hast… Dank dir wird nun klamnmheimlich der Lissabonvertrag ratifiziert, gegen den sich Köhler jahrelang, zu recht, verwehrt hat.
    Wenn Du wirklich nicht wolltest, dass Krieg und wirtschaftliche Interessen einhergehen, hast du genau jetzt das Gegenteil erreicht.

    und kurz zu den Behauptungen es hätte sich keine Presse geäußert: das ist ganz offensichtlich falsch.
    a) gab es z.B. Artikel dazu zeitnah im Spiegel, b) am folgenden Tag eine Stellungnahme/Richtigstellung vom Büro des BuPrä, c) daraufhin wieder Artikel.
    Mir scheint sie haben sich nicht sonderlich gut informiert, bevor sie mit Halbwahrheiten hantiert haben…

  34. In der Medienwelt werden ständig Aussagen in Zusammenhänge gestellt, die nicht vom Aussagenden gemeint waren. Vielleicht war es eine unbedachte Äußerung von Herrn Köhler, vielleicht war es eine Teilwarheit oder vielleicht war es nur eine unvorsichtige Aneinanderreihung von Worten. Der Kontext ist nicht immer der den alle glauben zu erkennen.

    Die Überflutung der Menschen mit medialen Erzeugnissen lässt nur die Sache herausstechen, die am lautesten schreit. Ein prominentes Thema wird erst dann prominent, wenn es den Leuten auf den Kopf schlägt – an jeder Ecke.

    Herr Schaible hat seine Meinung einfach gut vermarktet und sich Gehör verschafft. An Konsequenzen wurde dabei wahrscheinlich nicht gedacht. Denn was treibt einen Menschen an, in den allermeisten Fällen ist es nicht die Rechtschaffenheit und die Verpflichtung der gelobten Wahrheit auf den Grund zu gehen.

    Wohl wahr das manche Sachen besser ungesagt bleiben und manche anders dargestellt werden sollten, um einer wichtigeren oder größeren Sache oder gar einer gerechten Sache zu dienen. Die Entscheidung dazu ist anscheinend kein Teil der Medien- und Pressearbeit. Es geht in den allermeisten Fällen nur um die Befriedigung eigener Interessen und demzufolge um den eigenen Profit, in welcher Hinsicht auch immer profitiert wird.

  35. Biste jetzt noch stolz drauf was du angerichtet hast? Selbst ein Kind kann eins und eins zusammenzählen, aber du hältst dich natürlich für zu schlau.

  36. Bundespräsident Köhler hatte in dem Interview nur ausgesprochen (wirtschaftliche Interessen als Gründe für Kriegseinsätze der Bundeswehr) was schon in den „Verteidigungspolitische(n) Richtlinien der deutschen Bundeswehr“ von 1992 steht: „Aufgabe der deutschen Bundeswehr ist die Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“. Im „European Defence Paper“, einer konkretisierten Fassung der „Europäische(n) Sicherheitsstrategie“ heisst es: „Künftige regionale Kriege könnten europäische Interessen tangieren … indem europäische Sicherheit und Wohlstand direkt bedroht werden. Bspws. durch die Unterbrechung der Ölversorgung und/oder einer massiven Erhöhung der Energiekosten, … oder der Störung der Handels- und Warenströme.“
    Darum geht`s. Die Empörung von Politikern darüber, dass er das aussprach, ist heuchlerisch. Allerdings hätte er diese Bundeswehreinsätze verurteilen müssen. Er aber hat sie verteidigt. Deshalb ist sein Rücktritt angebracht.

  37. ich finde es immer wieder toll,dass Menschen,die bisher noch nichts für unser Land sinnvolles vollbracht haben -ausser ihre Geburt -Kommentare
    über Menschen abgeben,die sich um ihr Vaterland
    verdient gemacht haben.

  38. Das riecht nach Zensur. Wenn man schon solche Behauptungen aufstellt, muss man auch mit der Reaktion klar kommen. Sehr schwach Zahnbürste, sehr schwach.

  39. In meinen Augen eine „unreife“ Aktion (sowohl schnell geschossen und nicht überlegt wie ich finde, als auch durch das Alter von 20 Jahren möglicherweise die Tragweite nicht sehen könnend) von Herrn Schaible, wenn man mit einer Aussage nicht konform geht, dann sollte man diese Person persönlich darauf ansprechen, ist in diesem Fall nicht möglich gut, jedoch kann man mit dem Bundespräsidialamt Kontakt aufnehmen. Dieses kann dann entscheiden, wie man verfährt. Wäre es so gelaufen hätte Herr Köhler leicht eine Richtigstellung herausbringen können, ohne dass man ihm jetzt vorhalten könnte er würde das nur aus öffentlichem Druck tun, nachdem die Medien ihren Senf abgegeben haben (was er durch den Rücktritt auch verhindert hat).
    Hier sind von Schaible eindeutig einige Aussagen von Herrn Köhler falsch verstanden worden.
    Wer sich dann, in meinen Augen, reißerisch an die Medien wendet ist in meinen Augen eigentlich nicht ernst zu nehmen, da der Gang über die Medien für meinen Geschmack einige Mängel in charakterlichen Eigenschaften aufzeigt, Selbstprofilierung auf anderer Leute Kosten, das ist in meinen Augen unmenschlich, genau das was Köhler als ein fast einsamer Ritter in der Politik nie gewesen ist, einer der unbequeme Sachen gesagt hat, wo sich andere niemals getraut hätten, weil es ja die eigene Macht hätte ankratzen/zerstören können, wie jetzt bei Köhler, der diese Konsequenz aber für seine Überzeugung hingenommen hat.
    Danke Herr Köhler, dass sie wenigstens jetzt ein bisschen Glaubwürdigkeit erhalten, im Gegensatz zur Frau Dienstwagen nehmen sie ihren Hut um Schaden zu vermeiden, davor ziehe ich meinen.
    Und an Herrn Schaible: Ihre Aktion war der politische Fehltritt, nicht Köhlers Worte, ich bitte sie ihr Studium abzubrechen und von der Politik schon jetzt endgültig zurückzutreten, solches Verhalten ist in der Politik schon zu weit verbreitet, solch Politik(er) braucht dieses Land nicht.
    Dass Kommentare vorerst in die Warteschleife gehen, sieht auch wieder so aus wie die Arbeit in Berlin (oder jedem Landtag, Stadtparlament), andere anschwärzen kann man wunderbar, bekommt man jedoch selbst Kritik wird erstmal vollkommen dichtgemacht und abgeblockt. (Beleidigungen oder ähnliches sind unangebracht, das ist vollkommen klar, jedoch sollte man die Größe haben so etwas an sich abprallen zu lassen, wenn man immerhin mit dem Präsidentenrücktritt in Zusammenhang zu bringen ist, hier ist das Internet, die Problematik mit dem Niveau kennt man doch) Aber auch hier wieder anders unser bisheriger „Häuptling“, er ging offensiv an die Sache und hat sich dem gestellt, das zeigt wahre Größe.
    Es ist traurig, dass ein Politiker, der im Volk beliebt war, wie kaum ein anderer, weil er eben keine Lügen verbreitet hat dann dem Volk verloren geht, nur weil jemand nicht nachgefragt hat, wer schon so intelligent ist und einen Widerspruch mit dem Grundgesetz sieht, muss in meinen Augen auch den Weg der direkten Kommunikation gehen (das ist in meinen Augen ein „Grundgesetz“ des menschlichen Zusammenlebens, dass man Probleme nicht über Dritte „löst“, jedenfalls nicht wenn diese nicht vertrauenswürdig sind), und nicht eine Schlammschlacht durch die Medien anzetteln.
    Des Weiteren ist die Aussage, Köhler stünde nicht 100%ig hinter dem Grundgesetz in meinen Augen hinfällig, wenn man den Inhalt so wiedergibt, wie Köhler ihn später dargelegt hat.
    Denn ein Militäreinsatz gegen Piraten vor Somalia ist in meinen Augen auch mit der Intention wirtschaftliche Interessen zu sichern NICHT verfassungswidrig, und genau diese Form der Einsätze meinte Köhler mit dieser Aussage.
    Aber wenn man nicht an die Medien geht bleibt der eigene Name leider unbekannt wie eh und je, und wenn ich mit meinen Interpretationen des typischen Politikerverhaltens richtig liege, könnte eine Spekulation in die Richtung Geltungsbedürfnis vielleicht gar nicht der falsche Ansatz sein, dies jedoch ist reiner Spekulatius, der Gedanke drängt sich einem eben auf, wenn man das alles so liest.
    Es ist traurig, dass jemand seinen Hut nehmen muss, weil er ein paar Sätze ungeschickt formuliert hat, dafür jemanden stolpern zu lassen ist in meinen Augen unmenschlich.
    Ich bin kein CDU Wähler (falls man das als Argument für meine Pro-Köhler Argumentation anführen möchte ist das hiermit hinfällig) ich denke auch, dass meine politische Gesinnung in diesem Text verborgen bleibt, denn diese hat meiner Meinung in einer Diskussion um den Präsidenten und das Grundgesetz wenig bis nichts zu suchen.
    P.S. Wer Rechtschreibfehler (o.ä.) findet darf sie essen, Fehlerlesen bei orange (bitte kein Kommentar, orange ist laut Duden nicht veränderbar) Text tu ich mir nicht an, tippen war schlimm genug für die Augen.

    Anm.: Ich habe das Bundespräsidialamt genauso wie Medien und Fraktionen um Stellungnahme gebeten, aber keine Antwort erhalten.

  40. Na Herr Schaible,

    zu feige, meinen ersten Beitrag zu veröffentlichen ??
    Super!! Wie war das mit der Meinungsfreiheit.
    Da muss ich wohl das mit dem kleinen Wicht wiederholen.

  41. Getroffene Hunde bellen und dannach Zensiert man.
    Das vorgehen kennt man ja bereits ;D

  42. tja, die politiker werden sich ihren teil auch denken.
    lieber weiter lügen als die wahrheit sagen.

    aber wenn es die leute (blogbetreiber) das so wollen, wird das wohl richtig sein.
    hauptsache die leute könne weiter in ihrer scheinwelt leben

  43. Gut, wenn dem Bundespräsidialamt eine angemessene Reaktionszeit gegeben wurde und es dort nicht als notwendig erachtet wurde hierauf zu reagieren, sondern diese Information, wie leider ins Bild der Politik passend, als „nebensächlich“ betrachtet wurde, dann kann ich meine Aussagen gegenüber Herrn Schaibles Verhalten in der Sache nur zurücknehmen, denn dass man eine Erklärung haben möchte, wenn einem so etwas auffällt, und man keine Antwort von der Stelle bekommt, die direkt dafür verantwortlich ist, dann muss man sich anderer Mittel bedienen um dies klarzustellen, in dem Falle sind dies nunmal leider als einzige Möglichkeit für einen „Ottonormalverbraucher“ ohne Beziehungen die Medien.
    Wie diese dann mit der Information umgehen liegt jedoch nicht mehr in der Macht des Informanten.
    Und die Medien waren auch für meine Auffassung des direkten Ganges von Herrn Schaible zu diesen verantwortlich, denn dort wird dies so dargestellt.
    Wie sich der Sachverhalt, wer hatte welche Information zu welchem Zeitpunkt ist für mich von hier aus nicht feststellbar, dafür bräuchte es in der Politik wieder einen Untersuchungsausschuss, ich sag nur Kundus Affäre, da ging es auch nur darum, wer was wann wusste oder auch nicht.
    Jedoch gesetzt den Fall, Herrn Schaibles Anmerkung ist korrekt und erfüllt meine o.g. Bedingungen, dann ist naheuz jeder Punkt aus meiner ersten Aussage gegen Herrn Schaibles Verhalten gegenstandslos und hiermit durch Unfähigkeit, Inkompetenz und vielleicht Arroganz zu ersetzen und nunmehr gegen das Verhalten des Bundespräsidialamtes zu richten.
    Dass die Medien sich darauf stürzen, wenn sie solch einen Gedanken in die Finger kriegen muss denen in Berlin klar sein, wenn nicht, dann sag ich dazu nichts mehr.
    Welche dieser Versionen nun stimmt ist für mich wie gesagt unmöglich zu recherchieren.

  44. Pingback: Koalitionsfavoritin: Ursula von der Leyen => Not My President – #Zensursula » Sméagol's Blog - Blog eines Programmierers

  45. Liebe Mitkommentierer,
    man sollte sich doch auch mal überlegen, ob es angehen kann, einem Blogger (unter vielen..), der lediglich kritisiert hat, die Schuld an einem freiwilligen Rücktritt zu geben. Immerhin müsste ein Politiker in solch hoher Position doch auch in der Lage sein, Kritik anzunehmen und dazu Stellung zu beziehen, anstatt gleich zurückzutreten.
    Es ist wohl sich sehr leicht gemacht, auf die Art und Weise nun einen Sündenbock zu suchen..

  46. Ja, lieber Leo, aber Herrn Schaible erst mal nahe legen, sein Studium abzubrechen und sich gänzlich von Politik fernzuhalten, das haben wir gern. Gelegentlich würde es vielleicht nicht schaden, zuerst zu fragen und dann eventuell ein Urtiel zu fällen, am besten kein ganz so extremes, da man sich seiner eigenen Unwissenheit oder Fehleinschätzung der Lage bei unzureichender Informationsbeschaffung nie so ganz sicher sein kann. Nur so als kleiner Tipp.
    Ansonsten: Go Schaible! Sprachliche Präzision und kritische Hinterleuchtung von grenzwertigen Aussagen hoher Tiere sind wichtig und richtig und niemals unmenschlich!

  47. Ich hoffe, dass nicht alle „Freunde“ des Herrn Köhler so „niveauvoll“ sind wie die Kommentatoren des heutigen Tages hier im Blog.

    Es scheint: „Sie wollen ihren alten Kaiser Wilhelm wieder haben.“

  48. Hi,

    ich kann die ganze Aufregung hier nicht verstehen. Dem Blog-Autor ist etwas aufgefallen und hat daraufhin Fragen gestellt. Resepekt vor einem Amt hin oder her, wer ein öffentliches Amt bekleidet, muss sich der Kritik stellen. Punkt. Basta. Und der jetzt eingeforderte Respekt vor einem Amt, finde ich ziemlich heuchlerisch. Es gab Diskussionsbedarf, dann wird auch geredet, mit vorgehaltener Hand oder ohne, spielt keine Rolle.
    Und ganz ehrlich, ein gestandener Mann, ehemaliger Chef des Weltwährungsfonds, Bundespräsident lässt sich einzig und alleine wegen eines (sorry Jonas) jungen Schreiberlings, der noch nicht viel Lebenserfahrung hat, so mir nichts dir nichts aus dem Amt jagen. Es war im schlimmsten Fall höchstens der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte.
    Das ist doch lächerlich. In Zukunft bewärfen wir unsere Politiker mit Wattebäuschen, damit sie ihr Amt räumen. Ha, das ich nicht lache. Nein ich lache NICHT!
    Nichts desto trotz bedauere ich seinen Rücktritt sehr, er war ein fähiger Mann. Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter gewählt werden können, darum finde ich ihn fast schon egoistisch.

  49. @ Lorenz:
    So einen Schwachsinn habe ich ja noch nie gehört: Man muss sich der Kritik stellen, basta!
    Was ist denn das für einen Kritik. Ich habe es schon einmal erwähnt, unsere Politiker und auch dieser andere Jünglich haben nichts anderes zu tun, als Menschen zu kritisieren. Und dann immer diese Diskussionen! Warum muss immer über alles lamentiert werden, jeder gibt seinen Senf dazu. Herr Köhler hat eines Aussage gemacht, Basta. Dazu hat er ein Recht. Vielleicht hätte er die Sch… Presse einfach mal links liegen lassen sollen und nichts mehr sagen.
    Noch ein Wort zu unseren Nachbarn (die *zensiert* aus Österreich): Liebe Leute, IHr habt kein Recht über unseren Herrn Köhler nur das geringste zu schreiben. AUch die Internationale Presse hält sich besser mal bedeeckt oder berichtet vielleicht mal besser über die Überfälle Israelischer Soldaten auf Schiffe. Aber bloß nicht, denn Israelis dürfen das ja ! Offensichtlich. Köhlers Worte sind offensichtlich schlimmer als der Überfall. Na toll. Da gibt es keinen Kommentar mehr zu.

    Anm.: Lassen ihre latente Xenophobie woanders aus (oder gleich ganz stecken). Danke. Der nächste Beitrag, der Begriffe wie den Zensierten enthält, fliegt raus. Egal von wem er kommt. Ich finde so etwas unerträglich und dumm (und im Übrigen hafte ich dafür).

  50. Lieber Ernst,

    „Jeder gibt sein Senf hinzu“ richtig; ich glaube – ja – du ja auch?

    Mir scheint Du bist weder in der Realität unserer Demokratie, noch derer unserer Internetöffentlichkeit angekommen. Dort ermöglicht nämlich das Unwort „Web 2.0“ Leuten wie Dir, mir und Jonas die Möglichkeit sich mitzuteilen. Du kannst doch nicht durch dieses Medium der Partizipation über die Option zu eben jener hetzen?

    Die Presse links liegen zu lassen zu wollen, lässt darauf schließen, dass Du noch demokratisch nacherzogen werden solltest.

    Essentielles zur Diskussion:
    Wer den Köhler Rücktritt medial bei den großen Leitmedien verfolgt, stellt schnell fest: Von einem „Umstürzler“ Jonas Schaible wird nicht gesprochen. Warum? Weil er nicht so betitelt werden kann. Wer nur Web.de Nachrichten liest, fährt einsam auf dem „Kleinerschaiblewichtdampfer“ weiter.
    Die Möglichkeit, dass, in unserer Medienlandschaft, ein einziger bloggender Politikstudent persönlich für eine Aufmerksamkeitslenkung auf den Fall Köhler verantwortlich gemacht werden könne, ist bei ca. 1000 weiteren Bloggern, 50.000 Journalisten und mehreren Millionen Hörern des Deutschlandradios in solch einem Maße unwahrscheinlich, wie Köhlers Aussagen meiner Meinung nach missverständlich waren.

    Zwei Beobachtungen möchte ich noch zu den getätigten Kommentaren festhalten. Ich finde es erstaunlich, wie Köhlers Rücktritt zu emotionalisieren scheint, bis hin zu Aussagen über unser „Vaterland“. (#37). Gesellen sich dazu fremdenfeindliche Gedanken, wie von Herrn Scherer vertreten, wird mir der Tonus zunehmend suspekt.

    Erfreulich zu bemerken finde ich die generelle Resonanz, die der Rücktritt einer politischen Persönlichkeit zumindest in diesem kleinen Forum der politisch berichtenden Blogosphäre erzeugt, da der Trend der Politikverdrossenheit hiermit nicht zu belegen ist.

  51. Nachdem ich hier die Herrn Schaible beschimpfenden und beleidigenden Kommentare gelesen habe, fiel mir der Satz von Kurt Tucholsky ein:
    „Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“ So ist es, es hat sich nichts geändert.
    Wir brauchen viel mehr Schaibles, die den Finger in die Wunde legen. Schon deswegen, weil die Medien ihre Arbeit nicht ordentlich machen.

  52. @ Hanna
    Jemand, der kritisiert (wie der Bloger hier) nicht kritisieren zu dürfen ist irgendwie daneben, oder?

  53. Gott, was ist denn hier los? Mein volles Mitleid, lieber Jonas.
    Heute im DLF („Zur Diskussion“) haben sie auch gemeint, Du seist der Erste gewesen in Sachen Köhler. War ansonsten trotzdem ganz interessant:

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/06/02/dlf_20100602_1915_dbb7fccd.mp3

  54. Ich denke bei all diesen Diskussion wäre ein gewisses Fingerspitzengefühl wünschenswert. Wer die Auftritte und Worte von Köhler über die Jahre verfolgt hat, kann erkennen, dass Horst Köhler mit seinen Radio-Äußerungen keinesfalls den Afghanistaneinsatz oder gar eine generelle politische Maxime gemeint haben kann! Insofern ist es eine absolute Frechheit, wenn der Politclown Trittin hier wider besseren Wissens von „Kanonenbootpolitik“ spricht.
    Ihnen, Herr Schaible, mache ich jedoch bis auf den faden Beigeschmack narzistischer Wichtigtuerei keinen Vorwurf.

    mit freundlichen Grüßen
    Herr Meneutik

  55. Anm.: Kommentar zensiert. Wüste Beschimpfungen werde ich nicht mehr veröffentlichen.

  56. Mensch Schaible, da hast du dir aber was anzuhören. Ich wollte nur eben sagen das nicht jeder so undifferenziert und plump auf das Thema schaut. Ich fand deine beiträge sehr gut und selbst wenn du der Auslöser für den Rücktritt gewesen wärst (was auszuschließen Ist) müsstest du sicherlich kein schlechtes gewissen haben. Fragen darf nie verboten sein, auch wenn es unbequem ist. Lass dich nicht unterbuttern!

    Ps: an alle die sich beschwären das der Herr Schaible den weg für den werten Schäuble oder gar „zensursula“ frei gemacht hätte, ist ebenso verstrahlt wie die beiden zuletzt genannten damen und Herren. Doppelmoral ist ne schlimme Seuche im deutschen Web.

  57. @Jan:
    Danke für Deine Hilfe. Aber ich denke, dass ich keine Nacherziehung brauche. Ich sage nur, denkt in einem Jahr noch einmal darüber nach, was Ihr mit Eurer vermeintlichen Meinungsfreiheit angerichtet habt. Bündelt lieber mal Eure Energie und stürzt unsere wirklich unfähigen Politiker.
    Ich jedenfalls werde mich aus diesem Blog nun raushalten. Demokratie sieht für mich anders aus. Aber ich habe nun kapiert, warum es mit Deutschland immer weiter abwärts geht. Es liegt wohl daran, dass immer mehr Menschen gibt, die wählen dürfen, aber leider keine Ahnung haben.

  58. Also ich finde es erst einmal gut, das sich jemand darum Gedanken macht. Von vorne herein habe ich das Interview auch anders verstanden und ich finde es schade, dass es so verunstaltet wird. Das Problem ist allerdings kein Blogger, der seine Meinung wiedergibt und nachfragt. Ich sehe die Hauptlast und die Hetze bei den Medien. Diese wiederum haben nicht nur Köhler abgesägt, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

    Das hier hat viel mit freier Meinungsfreiheit zu tun, der ich nicht zustimmen muss. Das tue ich auch nicht. Ich sehe nicht das der Rücktritt von Horst Köhler sein muss. Ich sehe auch nicht, dass diese Anschuldigungen irgendwie gerechtfertigt waren. Aber ich akzeptiere das jemand eine andere Meinung hat. Die würde ich gerne diskutieren, aber das wollen hier leider die wenigsten. Diskutieren tut man nicht indem man andere irgendwelche Vorwürfe macht.

    Herr Schaible hat eventuell nicht richtig gehandelt. Aber wessen Meinung ist das und wer sagt euch, dass diese Meinung richtig ist.

    Eventuell hat Herr Schaible hier auch richtig gehandelt. Ich denke das Meiste was hier gelaufen ist war auch nicht verkehrt, ohne die Hintergründe näher zu kennen.

    Jedenfalls, man kann seine eigene Meinung in Deutschland vertreten, sollte dafür aber auch nicht beleidigt oder angegriffen werden. Das war im Fall von Horst Köhler wohl so, hier ist es allerdings kein Deut besser.

  59. In der DDR lagen die Ergebnisse der sogenannten Wahlen vor der Wende 89 immer bei nahe einhundert Prozent Zustimmung. Und das ohne größeren Fälschungsaufwand. Man könnte -ohne zu fantasieren- behaupten, dass die tatsächliche Zustimmung -ohne Not, aber aus Bequemlichkeit- bei ca. 90% lag.
    Das war in etwa genau der prozentuale Anteil an ehemaligen Widerstandskämpfern, die es in der DDR gab – wie sich nach der Wende schnell herausstellte. Bereit, alles an der nächsten Laterne hochzuziehen, was nicht „Helmut-Helmut“(Kohl) schrie. Ein dummer, feiger Lynchmob, bestehend aus widerlich-braunen Vorgartenzwergen made in germany.
    So in etwa ordne ich die hier z.T. sehr despektierlichen Kommentare ein.
    Lassen Sie sich davon nicht Bockshorn jagen, Herr Schaible; Sie stehen nicht allein!

  60. Es kann gar nicht genug aufmerksame Menschen geben. Weiter so!

  61. Mein Erstaunen darüber, wie manche Kommentatoren hier diese Seite überhaupt gefunden haben, ist bisweilen grenzenlos. Würde es sich nicht um ein relevantes politisches Thema drehen, könnte man sich glatt in der Oliver Geissen Show wähnen.

    Wenn ich von den persönlichen Beleidigungen mal absehe, möchte ich selbst als Atheist anfangen zu beten, dass die Mehrzahl der Kommentare nicht repräsentativ für dieses Land sind. Sonst müsste ich fürchten, dass das Standrecht bald wieder eingeführt wird.

    Im Zuge der freien Meinungsäusserung, die hier ja so vielen ein Dorn im Auge ist, erlaube ich mir, hier mal einige Kommentare zu kommentieren.

    #10 verleugnet die Äusserungen des Buprä, erzählt was von Mensurehrlichkeit, scheint aber bereits in der ersten Fremdsprache Deutsch durchgefallen zu sein.

    #18 Die „eigene Interpretation“ bestand ja wohl weniger aus einer Beschuldigung als aus mehreren Anfragen an verschiedene Empfänger. Haben sie den Blog gelesen oder haben sie gleich kommentiert?
    „Jeder ist für sein Handeln und seine Worte verantwortlich. So auch Herr“ KÖHLER!

    #19 „Dank dem Internet kann heutzutage jeder Wortprolet sein Senf zu irgendwas geben von dem er meint Ahnung zu haben.“ So wie sie hier. Allerdings scheinen mir Ihre Ahnungen von eher schwacher Struktur zu sein.

    #21 Hier wird das Versagen der UNO glatt mal in einen Topf mit Kampfeinsätzen der deutschen BW geworfen, dazu wird ein wenig Tibet-China-Konflikt gereicht. Serviert wird das ganze an einem Vergleich mit einem aus dem Auto geworfenen Taschentuch. Aua!

    #22 „Hierbei ist es insbesondere wichtig zu sehen wie diverse Personen Dinge in einem Beitrag oder einer Rede sehen. Die Sichtweise ist immer auf der Seite des jeweiligen Betrachters.“ Die Sichtweise des Herrn Schaible aber „ist verwerflich“? Sonst geht es gut? Fein!

    #23 eine Sternstunde dieses Forums hier…

    Sehr schön finde ich auch #29: „So einer wie Sie hat uns gerade noch gefehlt. Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber wenn diese dazu führt, dass [Platzhalter, bitte beliebiges Thema eintragen], sollte sie verboten werden.“ Jawoll, noch so ein lupenreiner Demokrat…

    #32 „[…]wo irgend jemand sich vielleicht nicht so ausgedrückt hat, wie es gerade erwartet wird.“ Dieser „irgend jemand“ ist der Bundespräsident und sollte in einem Radiointerview sehr genau wissen, was er von sich gibt. Die Tatsache, dass Herr Schaible -insbesondere den meisten Kommentatoren hier gegenüber – rhetorisch und auch sachlich weit vorne liegt, zieht zwingend eine Bewerbung als Buprä nach sich? Interessanter Ansatz. Fast möchte ich die Fantastischen Vier zitieren: „Was könnt es so einfach sein…“

    #33 ist der Meinung, dass die (ja leider wahrheitsgemäßen) Äußerungen des Buprä hinsichtlich der Verbindung von Krieg und wirtschaftlichen Interessen nun erst durch das Wirken von Herrn Schaible manifest werden. Ahja. Hallo? Jemand zu Hause?

    #34 „Denn was treibt einen Menschen an, in den allermeisten Fällen ist es nicht die Rechtschaffenheit und die Verpflichtung der gelobten Wahrheit auf den Grund zu gehen.“ Ich hoffe, dass sie die Erfahrungen aus Ihrem Elternhaus nicht an Ihre Kinder weitergeben…

    #54 wünscht sich in der Diskussion ein gewisses Fingerspitzengefühl und schließt den Kommentar mit dem einfühlsamen Hinweis (nein, es ist eindeutig KEIN Vorwurf!) auf den faden Beigeschmack narzisstischer Wichtigtuerei. Ganz großes Tennis.

    Begrenzt gehe ich mit einem Zitat aus #57 konform. Ich persönlich glaube nicht, dass der Kollege auch nur irgendetwas kapiert hat. Dieser Schluss liegt nahe, wenn man sich #49 vom selben Autor durchliest. Mein lieber Ernst, hätten Ihre politischen Gegner so rigorose Ansichten wie sie, müssten sie Sie in Haft nehmen. Dieses Land geht den Bach runter, weil Leute wie SIE wählen dürfen. Aber auch das ist gelebte Demokratie. Die Karawane zieht weiter… und sie bleiben in Freiheit.

    Herr Schaible, lassen sie sich nicht beirren. Sie haben völlig zu Recht nachgehakt. Es ist ein Kuriosum, dass der doch deutliche Wortlaut der besagten Interviewpassage nicht schon viel eher bei „den Medien“ Wellen geschlagen hat. Oder haben wir Kampfeinsätze für freie Handelswege schon derart verinnerlicht, dass es niemanden mehr schert? Ich persönlich möchte jedenfalls keine sterbenden Soldaten um den Preis meines Konsums.

  62. 100% agree @ Birne Maja

    Hat es einen Aufruf der Bild zu solch reaktionären Kommentaren gegeben? Wie damals, als die Titanic die WM nach Deutschland holte?

    @Jonas: Nur weiter so!

  63. @ birne maja von Beitrag Nr. 21
    Beispiele sollen nun mal eine breite Palette abdecken! Gerne können Sie meine Beispiele widerlegen- aber kritisieren ja, etwas produktives beitragen- nein.
    Ihre eigene Arroganz ist schon beachtlich: glauben Sie denn, dass ihre Kritik in iregendeiner Form wertiger ist wie die meisten Beiträge hier? Wohl kaum, und Ihre Art habe ich persönlich am meisten „gefressen“- andere kritisieren, um sich selbst zu erhöhen, einfach billig. Insofern passen Sie sehr gut zu Herrn Schaible, immer sich selbst ins beste Licht rücken wollen- arm. Aber wie so oft in einer politischen Diskussion, man kann nicht soviel kotzen wie man möchte!

  64. @ Frank:
    Super Frank, 100% Zuspruch. Alle Schreiberlinge kriechen offensichtlich aus dem selben Loch. Komisch, dass wir unsere Meinung nicht kund tun dürfen. Gleich ins rechte Lager mit uns oder besser gleich in den Knast (Zitat!!) Wie schon erwähnt, dieses Demokratieverständnis kann nicht funktionieren.
    Gibt es noch eine Möglichkeit für uns, nämlich diesem armen Land den Rücken kehren!

    P.S lest mal das Buch Macht und Missbrauch. Hilft ein wenig gute und Böse zu unterscheiden. Köhler war ein Guter. Wohlgemerkt: War !!!!

  65. @ Frank7: Gerne können sie Arroganz in meinen Kommentar hineininterpretieren. Ich habe lediglich aufgezeigt, wer sich hier teilweise in einem einzigen Satz widerspricht bzw. Äpfel mit Birnen vergleicht, so wie sie es taten. Ist das produktiv? Im Übrigen ist Ihre Art, sich selbst zu erhöhen natürlich viel subtiler. Beispiele? „Mein Gott, was eine arme Republik. Ein ganz betroffener Politikstufdent…“…“Nur Gutmenschen“… „aalt sich im Gutbürgertum…“ Das ist wertige Kritik at its best. Darüber hinaus zeugt es von einem ausgeprägten Verständnis für Diskussionskultur und inhaltlich auch für eine exzellente Kenntnis unserer Verfassung.

    @ ernst: Wer hat Ihnen verboten, Ihre Meinung kundzutun? Ich nicht. Auch das rechte Lager habe ich mit keinem Wort erwähnt, aber ein Reaktionär Ihrer Güte kann sich wohl gut selbst einordnen. Bezüglich des Knast(Zitats!!) empfehle ich, die Passage noch ein mal genau durchzulesen. Es geht um den Vergleich Ihrer rigorosen Ansichten mit der Ihrer vermeintlichen politischen Gegner. Aber wie so oft in einer Diskussion, getroffene Hunde bellen am lautesten.

    Köhler war ein Büttel und er ist auch deswegen zurückgetreten, weil er sich wohl darüber langsam im Klaren wurde.

  66. @ birne maja
    Sehr gerne interpretiere ich auch in diesen Kommentar Arroganz hinein!
    Wenn Sie mir jetzt explizit nennen können, wo ich Äpfel mit Birnen verglichen habe anstatt vage Andeutungen zu machen, kann man diese Diskussion vielleicht aus dem von mir so unglaublich geliebten „ich kritisiere dann mal ohne Inhalte zu nennen“- Modus hinaus.
    Wenn Sie mir jetzt auch noch erläutern, was in Ihren Augen wertige Kritik ist, die den Autor erhöhen soll, dann kann ich vielleicht folgen.
    Wenn Sie dann den weiteren Schwurbel von wegen Diskussionskultur und Kenntnis der Verfassung darlegen, können wir alle mit Sicherheit an Ihrem großen und großartigen Wissen teilhaben. Wie gerne wüsste ich was Sie beruflich machen, damit ich dieser Berufsgruppe vielleicht vorher nicht gezollten Respekt entgegenbringen kann. Vielleicht kann ich unter ihrer findigen Expertise meine Einschätzung, dass Diskussionen über Themen wie Politik oder Religion selten zu etwas führen, revidieren und sehe endlcih das Licht….

  67. Wenn sie meinen Kommentar denn nicht nur gelesen sondern auch verstanden hätten, dann wüssten sie, welches die Äpfel und welches die Birnen in Ihrem Beitrag sind. Ich habe es ja explizit unter #21 dargelegt. Mein Eindruck ist, dass es Ihnen nicht um eine Diskussion, sondern allein darum geht, sich nach substanzlosem, aber wortreichem Ejakulat im Recht fühlen zu können. Man kritisiert Menschen nicht, indem man sie pauschal beschimpft. Dieses völlige Fehlen von Sachlichkeit mögen sie für angemessene Kritik halten. Ich kann diese Ansicht nicht teilen.

    Das einzige Argument in Ihrem Beitrag bezieht sich auf Schröder. Hier lässt sich immerhin gegenargumentieren:

    Schröder hat -nach der mindestens fragwürdigen Anerkennung des Bündnisfalls 2001- Kritikern sowohl aus seiner Partei als auch aus Reihen der Grünen mit der Vertrauensfrage eine Kriegsermächtigung abgepresst. So befanden sich ab Ende 2001 deutsche Soldaten zum ersten Mal seit 1945 wieder in einem (Angriffs-) Krieg. Ein solcher ist durch Art. 26 GG nicht gedeckt und strafbewehrt. Dass dieser Artikel seit den 70er Jahren immer wieder Aufweichungsversuchen ausgesetzt ist, ist nicht neu, schmälert den Verfassungsbruch des jetzigen BW-Kampfeinsatzes in Afghanistan und den künftiger „Handelswegsicherungseinsätze“ meiner bescheidenen Meinung nach aber nicht.
    Es ist jedem Mitgliedsland der Nato selbst überlassen, in welcher Form es im Bündnisfall beisteht. Da wir vor 2001 schon bei anderen Gelegenheiten ohne den Einsatz von Kampfeinheiten unterstützend tätig waren, warum nicht hier? Eine Beteiligung an Vergeltungsaktionen für Anschläge sind auch durch den Natovertrag nicht gedeckt. Hier spielen allerhand Faktoren eine Rolle, die erhebliches Diskussionspotential beherbergen. Kotzen alleine bringt da niemanden weiter.

    Im Übrigen ist ein wenig Respekt vor jeglicher Berufsgruppe immer begrüßenswert. Auch vor jungen Politikstudenten, auch vor Lageristen.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass sie bald das Licht sehen.

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