Gewalt bei “Freiheit statt Angst”: Opfer klagt gegen Polizeipräsident auf Unterlassung
Die taz meldete heute, das Opfer der Polizeigewalt* bei der Demo “Freiheit statt Angst” habe gegen den Präsidenten der Berliner Polizeibehörde, Dieter Glietsch, auf Unterlassung verklagt.
Während der Demo hatte der Mann, so weit kann man das den im Internet kursierenden Videos* entnehmen, nach einem harmlosen Schubser eines Polizisten dessen Dienstnummer gefordert. Nach einem kurzen Wortgefecht, dessen angeblicher Verlauf** hier zu lesen ist, wollte der Mann die Szenerie verlassen. Er wurde aber von einem anderen Polizisten am T-Shirt zurückgezogen, in einen Kreis von Beamten gezerrt und dort ins Gesicht geschlagen.
Nun hat Dieter Glietsch offenbar am Montag im Berliner Innenausschuss noch einmal behauptet, der 37-jährige Mann hätte eine Mitschuld am Vorfall getragen, weil er sich Anweisungen widersetzt und permanent gestört hätte.
Gegen diese Darstellung geht das Opfer nun gerichtlich vor.
Übrigens haben wohl auch die Beamten den Mann wegen “Widerstands gegen Vollzugsbeamte” angezeigt. Na dann.
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* Ich verlinke die Videos zur fraglichen Situation hier jetzt nicht, obwohl ich finde, dass ohne Kenntnis des Geschehens die ganze Situation kaum verständlich ist. Allerdings war auf die Schnelle kein anonymisiertes Video zu finden – und solange die Personen allesamt nicht verurteilt sind, bereitet mir so eine öffentliche Darstellung leichte Bauchschmerzen.
** Quelle ist nicht verifiziert.