Beiträge vom 21. September 2009

Fehlerhafte BKA-Statistik sorgt für mehr Gewalt in öffentlichen Blättern

Montag, 21. September 2009 23:21

Prof. Dr. Henning Ernst Müller weist im beck-Blog auf einen interessanten Punkt hin: Die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA für das Jahr 2008 enthält einen durchaus relevanten Fehler.
Dabei geht es um “gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen”, die im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 9% gewachsen sei.
Diese Zahl, schreibt Prof. Müller, hätte ihn stutzig gemacht, weil sie so gar nicht zur sonstigen Entwicklung der Kriminalitätsraten zu passen schien. Und tatsächlich sei er auf Unregelmäßgkeiten gestoßen, die 9,1% Steigerung sei, das müsse er nach seinen Recherchen feststellen, “eine Phantasiezahl”.
Dagegen sei es wahrscheinlich, “dass auch die Körperverletzungen, ebenso wie alle andern Delikte der Straßenkriminalität und das gesamte Hellfeld im Jahr 2008 rückläufig waren.”

Und obwohl er die Statistiker darauf hinwies, wurde der anscheinend unsauber ermittelte Wert in der Statistik belassen.

Dass solche Fehler nicht völlig folgenlos sind, sieht man dann auch daran, dass zumindest die FAZ, die Welt und die Neue Osnabrücker Zeitung einen Ansteig der Gewalt vermeldeten – gerade nach den Gewalttaten in Solln und Ansbach und den sich anschließenden Debatten um mögliche Maßnahmen sind derlei falsche Zahlen besonders heikel.

via internet-law

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Selbstkritische Umfrage des ZDF

Montag, 21. September 2009 1:01

Das ZDF hat eben eine Zusammenfassung des Formats “Erst fragen, dann wählen” (#efdw), in der Menschen über das Internet mit den Spitzenkandidaten diskutieren konnten, ausgestrahlt. “Erst fragen, dann wählen” enstand in Zusammenarbeit mit meinVZ und Zeit-online und ist so etwas wie der Versuch, das Fernsehen mit dem Internet und Wahlkampf mit den Wählern zu verbinden – allerdings lief sie in voller Länge nicht im ZDF, sondern nur im ZDF-Infokanal.
Die Resonanz im Internet ist eher positiv.
Das hat jetzt auch das ZDF herausgefunden, und zwar in einer total objektiven und differenzierten Umfrage bei twtpoll, in der die Menschen um ihre Meinung zu EWDF gebeten wurden.
screenshot: ZDF-Umfrage zu
Man hatte also die Wahl zwischen:

1) einem Lob
2) einem Lob
3) einem Lob
4) zwar keinem Lob, aber auch keiner Kritik

Das nennt man dann wohl eine ergebnisoffene, selbstkritische und auf Verbesserung ausgelegte Umfrage.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Die einzige Partei, die ihren Spitzenkandidat nicht schickte, war – die CDU. Wahlkmapftaktisch sicher kein geschickter Schachzug der Kanzlerin, sich den Wählern nicht zu stellen.

Thema: Medienkritik, Wahlkampf | Kommentare (1) | Autor: